Paris mit Kindern – Stadt der Liebe

Wir fahren gerne an Ort, die wir bereits kennen, entdecken aber genauso gerne neue Ziele. So auch dieses Jahr: Wir wollten unseren Sommerurlaub an der französischen Atlantikküste verbringen. Im Klartext hieß das: 1.500 Kilometer, die wir mit vier Kindern im Auto überwinden müssen. Auf dem Weg dorthin hieß es also: Paris mit Kindern.

Beste Aussichten in Paris mit Kindern

Damit die Fahrt nicht ganz so lange werden würde, haben wir uns dazu entschlossen, die Zeit an der Atlantikküste etwas zu reduzieren und dafür sowohl auf der Hinfahrt als auch auf der Heimfahrt noch ein paar Nächte zu verweilen. Für uns war klar: Auf der Hinfahrt muss es Paris sein, und zwar aus zwei Gründen: Erstens wollten wir den Großteil der Strecke vor dem Übernachtungsstopp hinter uns bringen. Zweitens gehört Paris zu meinen Lieblingsstädten.

Campingplatz in Paris mit Kindern– geht das?

Da wir ja unsere Sommerurlaube ja meist im Mobilheim auf einem Campingplatz verbringen und Paris auch nicht gerade günstig ist, haben wir uns auf die Suche nach dieser Art der Unterkunft in und um Paris gemacht. Unsere Wahl fiel dann auf den Campingplatz Maisons-Laffitte, der etwas außerhalb im gleichnamigen Stadtteil liegt. Wir haben den Campingplatz in Paris für zwei Nächte gebucht. Am Ankunftstag wollten wir am Pool relaxen, am zweiten Tag die Stadt unsicher machen und am dritten Tag morgens weiterreisen.

Camping Maisons-Laffitte – Lage und Preisleistung

Die letzten 30 Kilometer vor der Ankunft fuhren wir durch wirklich triste und teilweise überaus hässliche Viertel. Wo soll da denn ein Campingplatz sein? Was für eine Oase uns erwarten würde, war uns nicht klar. Einmal noch über die Seine, dann hatten wir einen atemberaubenden Ausblick – wir fuhren genau auf das Schloss im Maisons-Laffitte zu.

Klein aber fein – unser Mobilheim auf dem Camping Maisons-Laffitte

Weiter ging es an einem Seitenarm der Seine entlang, der uns extrem an die heimische Vils erinnerte. Der Campingplatz selbst liegt nämlich auf einer Seine-Insel. Auf der Hinterseite des Platzes erwartet einen der große Teil des Flusses mit einer prächtigen Aussicht.

Unser Mobilheim war zweckmäßig und für zwei Nächte vollkommen in Ordnung. Leider waren drei der insgesamt vier Herdplatten kaputt, aber grundlegend hatten wir nichts zu Meckern. Die Poolanlage war besonders schön, zwar ein wenig klein, aber wer macht in Paris schon reinen Badeurlaub? Da die Leute sich über den Tag gut verteilen, findet man immer ein freies Plätzchen am und im Wasser. Auch der Kinderspielplatz hat uns sehr gut gefallen. Für die Kinder gab es dort eine Hüpfburg, für die Großen einen atemberaubenden Blick über die Seine.

Außerdem konnte der Campingplatz Maison-Laffitte mit einer tollen Badelandschaft punkten. Der Pool selbst ist zwar eher klein, doch der Kinderbereich ist ein richtiges Highlight. Für uns war der Poolbereich perfekt, um uns nach der Anreise zu erfrischen.

Maisons-Laffitte Paris mit Kindern

Der Stadtteil Maisons-Laffitte ist sehr schön und vor allem familienfreundlich. Vom Campingplatz aus führt eine Promenade in Richtung Schloss. Am Ende der Promenade gibt es einen schönen Spielplatz. Noch ein Stückchen weiter ist ein kleiner Park – auch dort ist ein Spielplatz. Das Highlight? Die grünen Papageien, die dort frei umherfliegen.

Das wunderschöne Schloss

Wie kommt man von Maisons-Laffiitte zum Eiffelturm?

Wir hatten ja nur einen Tag für das Sightseeing in Paris eingeplant. Mit Kindern reicht das auch. Dabei sieht man natürlich nicht so viel, dafür lässt sich der Ausflug ohne unnötigen Druck viel besser genießen. Wer nach Wegen sucht, um von Maisons-Laffitte ins Zentrum von Paris zu kommen, erschrickt vielleicht erstmal. Zumindest ging es uns so. Das mag aber auch daran liegen, dass wir als Landeier nur wenige Berührungspunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben 😉.

Bei diesem Anblick bekomme ich Schnappatmung 😉

Obwohl ich recht solide Französisch spreche, kam ich mit den Ticketautomaten nicht zurecht. Die Dame an der Information konnte uns aber weiterhelfen. Sie hat uns alle Tickets ausgestellt, die wir benötigt haben und uns genau erklärt, wohin wir gehen und wie wir umsteigen müssen. Wir haben uns auf Französisch beraten lassen, doch haben mitbekommen, dass die Niederländer am zweiten Schalter in gutem Englisch beraten wurden – also keine Angst vor der Sprachbarriere.

Nach rund 40 Minuten stiegen wir an der Metro Station Paris Trocadéro aus. Einmal links abgebogen sahen wir ihn dann auch schon, den Eiffelturm. Auf dem Weg dorthin wurden aber natürlich erst einmal einige Fotos gemacht. Dann gab es noch einen Café au Lait und Zuckerwatte für die Kinder.

Sightseeing in Paris mit Kindern

Wir wollten nicht zu viel unternehmen, aber dennoch ein bisschen was sehen. Also haben wir uns für eine Schifffahrt auf der Seine entschieden. Von dort aus konnten wir den Eiffelturm nochmal aus einer anderen Perspektive sehen. Auch die vielen schönen Brücken von Paris haben Eindruck hinterlassen.

Auf der Seine

Mein persönliches Highlight war Notre-Dame. Nach dem Brand im Jahr 2019 befand sich die Kathedrale zum Zeitpunkt unseres Urlaubs noch im Wiederaufbau. Trotz Gerüst und düsterer Geschichte war Notre-Dame wirklich beeindruckend. Kein Wunder, dass wir nach dem Urlaub erst einmal den Glöckner von Notre-Dame angeschaut haben – oder?

Natürlich gibt es in Paris noch so viel mehr zu sehen: Sacré-Coeur de Montmarte, den Louvre, den Arc de Triomphe, das Centre Pompidou… und natürlich das Disneyland. Diese Dinge heben wir uns aber noch auf, bis es uns einmal für einen längeren Aufenthalt nach Paris verschlägt.

Im Park die Seele baumeln lassen

Die Kinder haben den Sightseeing-Tag in Paris super mitgemacht. Als kleine Belohnung wollten wir den Tag deshalb noch ausklingen lassen. Wo ginge das mit kleinen Kindern besser als auf einem Spielplatz mit Blick auf den Eiffelturm? Während die Kleinen gespielt haben, bin ich mit der Großen näher an den Eiffelturm gegangen. Sie wollte unbedingt ein paar Turn-Videos vor dem Eiffelturm machen. Eines davon könnt ihr euch auf meinem Instagram Account ansehen.

Am späten Nachmittag haben wir uns dann mit Métro und RER auf den Weg zurück zum Camping Maison-Laffitte gemacht. Dort wurde noch eine Runde gebadet. Hinterher haben wir noch den Spielplatz auf dem Camping und im Park unsicher gemacht.

Der Eiffelturm ist wirklich beeindruckend

Au Revoir, Paris!

Nach der zweiten Nacht ging es für uns weiter an die französische Westküste – nach Les Sables-d´Olonne. Auch dort hatten wir ein Mobilheim gebucht. Bei unserer Abreise war deutlich mehr Verkehr als am Tag der Ankunft in Paris. Deshalb brauchten wir weit mehr als eine Stunde, um aus der Stadt raus und auf die Autobahn zu kommen.

Unser Fazit: Paris mit Kindern macht Spaß

Städtetrips mit Kindern sind ja immer so eine Sache… Sie sind schön, aber man sieht einfach nicht annähernd so viel wie jemand ohne Kinder. Uns macht das nichts aus. Im Gegenteil: Denn mir geht das Herz auf, wenn unsere Kleinen stolz erzählen, dass sie schon in Paris waren. Das sind Erinnerungen, die bleiben. Wir finden Paris mit Kindern also auf jeden Fall empfehlenswert.

Städtetrips mit Kindern sind nicht euer Fall? Dann schaut euch doch gerne meine Artikel zum Italien-Urlaub mit Kindern und zu unserem Aufenthalt im Familotel an.

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