Last Updated on März 14, 2026 by Ina Geißler
So kommt ihr entspannt mit der Fähre in den Urlaub
Mit der Fähre in den Urlaub zu reisen gehört für viele Familien einfach dazu – gerade, wenn es Richtung Insel geht oder wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs sein möchte. Trotzdem sind viele Eltern vor der ersten Überfahrt unsicher: Wie läuft das eigentlich ab? Was braucht man unbedingt an Bord? Und was sollte man vorher wissen, damit die Fähre mit Kindern ein echtes Abenteuer wird, kein Stressfaktor?
Die gute Nachricht: Eine Fährfahrt mit Kindern kann richtig entspannt sein und sogar ein echtes Highlight der Reise werden, wenn man ein paar Dinge beachtet. In diesem Artikel teile ich unsere wichtigsten Erfahrungen und Tipps, unabhängig davon, ob ihr nach Korsika, Sardinien, Mallorca, Skandinavien oder auf eine andere Strecke unterwegs seid.
Was Familien vor der Überfahrt auf der Fähre mit Kindern wissen sollten
- 1. Was Familien vor der Überfahrt auf der Fähre mit Kindern wissen sollten
- 2. Rechtzeitig ankommen: Ein oft unterschätzter Punkt
- 3. Ausweisdokumente nicht vergessen
- 4. Tagfahrt oder Nachtfahrt – was passt besser zu Kindern?
- 5. Pools an Bord – realistische Erwartungen haben
- 6. Buchung: Direkt bei der Reederei lohnt sich
- 7. Handgepäck für die Fähre clever vorbereiten
- 8. Wichtige Dinge nicht vergessen
- 9. Snacks und Getränke einpacken
- 10. Beschäftigung für Kinder mitnehmen
- 11. Warum die Fähre ein guter Start in die Ferien sein kann
- 12. Häufige Fragen zur Fähre mit Kindern
Eine Fährfahrt unterscheidet sich deutlich von einer Autofahrt oder einem Flug. Der Ablauf ist straffer organisiert, gleichzeitig ist man an Bord oft deutlich freier. Gerade mit Kindern ist es hilfreich, den groben Ablauf zu kennen, um entspannt zu bleiben.
Wichtig zu wissen: Auf den meisten Fähren gibt es nach dem Ablegen keinen Zugang mehr zu den Autodecks. Alles, was ihr während der Überfahrt braucht, muss also mit nach oben genommen werden. Genau daraus ergeben sich viele der folgenden Tipps zum Fähre Fahren mit Kindern.
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Rechtzeitig ankommen: Ein oft unterschätzter Punkt

Wenn ihr mit der Fähre in den Urlaub wollt, haltet euch unbedingt an die Empfehlungen der Reederei, wann ihr spätestens am Hafen sein solltet. Je nach Strecke, Hafen und Saison kann das sehr unterschiedlich sein. Häufig werden Zeitfenster von 60 bis 120 Minuten vor Abfahrt genannt, manchmal auch mehr.
Gerade in der Hauptsaison oder an Wochenenden kann sich der Check-in deutlich ziehen. Zudem kann es bei der Einfahrt in den Hafen zu einer Kontrolle des Fahrzeugs kommen, was das Stresslevel erhöht (ja, ich spreche aus eigener Erfahrung…). Mit Kindern im Auto ist das kein Moment, den man unnötig unter Zeitdruck erleben möchte. Also lieber etwas früher da sein, als gestresst auf die letzte Minute einzurollen.
Ausweisdokumente nicht vergessen
Auch wenn es selbstverständlich klingt: Sobald ihr mit der Fähre von einem Land in ein anderes fahrt, braucht ihr für alle Mitreisenden gültige Ausweisdokumente. Personalausweis oder Reisepass gehören ins Handgepäck und sollten griffbereit sein. Ihr benötigt die Dokumente bei der Einfahrt in den Hafen.
Tagfahrt oder Nachtfahrt – was passt besser zu Kindern?

Viele längere Fährstrecken bieten die Wahl zwischen einer Tagfahrt und einer Nachtfahrt. Beide Varianten haben ihre Vorteile, und welche besser passt, hängt stark von eurer Familie ab.
Eine Nachtfahrt kann gerade bei längeren Überfahrten sinnvoll sein. Ihr spart euch eine Übernachtung am Urlaubsort und kommt morgens oft relativ erholt an. Mit Kindern kann das gut funktionieren, vor allem wenn ihr eine Kabine bucht und die Kinder bequem in einem Bett schlafen können.
Allerdings erlebt man von der Umgebung wenig. Eine Schifffahrt auf dem Meer kann wunderschön sein. Die tolle Aussicht lässt sich tagsüber natürlich besser genießen.
Eine Tagfahrt dagegen ist oft überraschend abwechslungsreich. Auf größeren Fähren gibt es Spielbereiche, Aufenthaltsräume, Restaurants und Bars. Kinder können sich bewegen, und die Aussicht auf das Meer ist für viele ein echtes Erlebnis. Gerade bei der Ein- und Ausfahrt an den Häfen gibt es viel zu sehen, zum Beispiel Begleitboote, die die Fähre sicher hineinführen.
Wir haben beides schon gemacht und können tatsächlich beides empfehlen. Sowohl eine Tagfahrt als auch eine Nachtfahrt auf der Fähre mit Kindern ist ein besonderes Erlebnis. Fragt euch vor der Buchung einfach, was zu euch besser passen könnte.
-> Hier findest du unseren ausführlichen Artikel zum Thema Sardinien mit der Fähre.
Pools an Bord – realistische Erwartungen haben

Manche Fähren werben mit Pools an Bord. Das klingt zunächst verlockend, gerade für Familien. Unsere Erfahrung: In der Praxis spielen Pools auf Fähren kaum eine Rolle. Sie sind meist klein, oft leer oder geschlossen und eher ein nettes Extra als ein echtes Highlight. Für die meisten Familien lohnt es sich nicht, extra Badesachen mitzunehmen. Vor allem weil der Platz im Handgepäck begrenzt ist.
Buchung: Direkt bei der Reederei lohnt sich
Wenn möglich, solltest du eure Überfahrt auf der Fähre mit Kindern direkt bei der Reederei buchen. Drittanbieter und Buchungsplattformen wirken zwar bequem, zwingen einen aber oft dazu, zusätzliche Leistungen wie Ruhesessel oder Kabinen mitzubuchen.
Das ist nicht immer nötig. Viele Überfahrten lassen sich auch ohne Kabine oder Sitzplatzreservierung gut bewältigen, vor allem bei kürzeren Strecken oder Tagfahrten. Direkt bei der Reederei habt ihr meist mehr Flexibilität und oft auch bessere Preise oder gute Rabatte.
-> Mit diesen Tipps kannst du beim Fähre Buchen Geld sparen.
Handgepäck für die Fähre clever vorbereiten

Beim Auffahren auf die Fähre geht es meist erstaunlich schnell. Sobald ihr geparkt habt, folgen weitere Fahrzeuge, und es bleibt wenig Zeit. Deshalb ist es extrem wichtig, Taschen für die Überfahrt vorbereitet zu haben.
Alles, was ihr oben an Bord braucht, sollte:
- griffbereit sein
- möglichst ohne Öffnen des Kofferraums erreichbar sein
- übersichtlich gepackt sein
Denn: Ist das Parkdeck einmal geschlossen, kommt ihr in der Regel nicht mehr ans Auto. Nach dem Parken solltet ihr das Auto schnellstmöglich verlassen. Bedenkt dabei, dass ihr die Türen unter Umständen nicht mehr weit öffnen könnt. Daher empfiehlt sich als Tasche für die Fähre eine weiche Reisetasche, die ihr zur Not auch durch eine schmale Öffnung manövrieren könnt.
Achte beim Aussteigen aus dem Auto unbedingt auf dein Kind! Lass es nicht alleine losgehen und stelle sicher, dass alle Autos in eurer Umgebung bereits stehen, wenn ihr euch auf den Weg auf Deck macht. Die meisten Autofahrer achten im Moment des Parkens nur auf die Handzeichen des Einweisers, dessen Aufgabe platzsparendes Parken ist. Dadurch werden Sensoren oft ignoriert…
-> Du reist mit Baby? Hier findest du eine praktische Handgepäck Packliste zum Reisen mit Baby.
Wichtige Dinge nicht vergessen

Fähre mit Auto und Kind wird entweder ein tolles Abenteuer oder Stress pur, wenn die Vorbereitung schlecht war… Neben der Tasche für die Fähre solltest du auch an die Kleinigkeiten denken, die meist lose im Auto herumliegen. Handy, Geldbeutel, Ladekabel und wichtige Medikamente solltest du also sofort nehmen und mit in die Tasche packen, sobald ihr an Bord seid. Gerade bei längeren Überfahrten kann das sehr ärgerlich sein, wenn du diese Dinge im Auto vergessen hast, denn: Sobald das Parkdeck geschlossen ist, kommt man bei den meisten Reedereien nicht mehr zum Auto.
-> Damit auch die Anreise zur Fähre stressfrei läuft, findest du hier die besten Tipps für lange Autofahrten mit Kindern
Snacks und Getränke einpacken
Essen und Getränke an Bord sind meist deutlich teurer als an Land. Für Familien mit mehreren Kindern kann das schnell ins Geld gehen. Darum kann es sinnvoll sein, Snacks, belegte Brote und Getränke mit auf die Fähre zu nehmen.
Packe Snacks und Getränke schon am Hafen in euer Handgepäck, um sie in der Eile dann nicht im Auto zu vergessen.
Beschäftigung für Kinder mitnehmen
Gerade bei Tagfahrten ist Beschäftigung wichtig. Malbücher, Stickerhefte, Kartenspiele oder kleine Reisespiele helfen enorm, die Zeit angenehm zu überbrücken. Fähren bieten zwar oft Unterhaltung wie Spielbereiche oder Arcade Automaten, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Selbst wenn diese Dinge vorhanden sind, werden sie irgendwann auch mal langweilig.
-> Hier findest du unsere liebsten Reisespiele für Familien
Warum die Fähre ein guter Start in die Ferien sein kann
Richtig vorbereitet ist eine Fährfahrt mit Kindern oft entspannter als gedacht. Es gibt Platz zum Bewegen, frische Luft und kein Anschnallen wie im Auto oder Flugzeug. Gerade für Reisen auf Inseln wie Korsika oder Sardinien gehört die Fähre für viele Familien ganz selbstverständlich zum Urlaub dazu.
-> Du suchst noch mehr praktische Tipps zum Reisen mit Kindern? Hier findest du unsere besten Familienreisetipps.
Häufige Fragen zur Fähre mit Kindern
Ist eine Fähre mit Kindern anstrengend?
Eine Fährfahrt mit Kindern ist nur anstrengend, wenn man unvorbereitet ist. Mit Snacks, Beschäftigung und realistischer Zeitplanung kann sie sehr entspannt verlaufen.
Braucht man für Kinder einen Ausweis auf der Fähre?
Ja, bei internationalen Fährverbindungen benötigen auch Kinder einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Alles zum Thema Reisedokumente für Kinder – Personalausweis, Reisepass und Reisevollmacht.
Lohnt sich eine Nachtfähre mit Kindern?
Eine Nachtfähre kann sich lohnen, wenn die Kinder gut schlafen und man sich eine Übernachtung sparen möchte. Für sehr unruhige Schläfer ist eine Tagfahrt oft entspannter.
Kann man auf der Fähre jederzeit ins Auto?
Nein, bei den meisten Reedereien sind die Autodecks während der Fahrt geschlossen. Alles Wichtige muss vorher mitgenommen werden.
Ist Essen auf der Fähre teuer?
Ja, Essen und Getränke sind meist deutlich teurer als an Land. Eigene Snacks mitzunehmen ist deshalb absolut sinnvoll.

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