Fliegen mit Baby – Tipps für eine entspannte Flugreise (+ Packliste)

Zuletzt aktualisiert: 01.12.2025

Fliegen mit Baby kann zunächst herausfordernd wirken, ist aber mit ein paar Tricks und guter Vorbereitung gut machbar. Wir sind zwar schon eine Weile nicht mehr mit Baby geflogen, weil unsere Mäuse nicht mehr so klein sind, waren aber auch früher schon regelmäßig unterwegs. Dabei haben wir viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Diese möchte ich hier mit euch teilen. In diesem Artikel erfahrt ihr alles Wichtige von Sitzplätzen über Druckausgleich bis hin zur perfekten Packliste zum Fliegen mit Baby.

Braucht mein Baby einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug?

Viele Eltern fragen sich, ob Babys einen eigenen Sitzplatz brauchen. Grundsätzlich gilt die Regelung, dass ein Baby oder Kleinkind – ein Infant unter 2 keinen eigenen Sitzplatz im Flugzeug benötigt. Euer Zwerg kann also auf eurem Schoß fliegen.

Dort wird es für Start, Landung und Turbulenzen je nach Airline mit einem sogenannten Loop Belt gesichert. Diesen hängt ihr an euren Gurt. Bei vielen Airlines ist der Loop Belt nicht erlaubt, denn er scheidet die Geister: Wirklich schützen kann er euer Baby nämlich nicht. Vielmehr dient er dazu, dass Kinder im Fall der Fälle nicht durch die Maschine fliegen und zum Wurfgeschoss werden… Im Ernstfall könnte er sogar dazu führen, dass ihr euer Kind verletzt, weshalb er in manchen Ländern verboten ist.

Darf man das Tragetuch im Flugzeug nutzen? Während eines ruhigen Fluges könnt ihr euer Baby natürlich ins Tragetuch oder in die Trage nehmen. So habt ihr die Hände frei und könnt den Reisezwerg auch mal auf dem Gang auf und ab tragen. Während Start und Landung ist das Tragetuch normalerweise nicht erlaubt. Mit einigen US-amerikanischen Airlines haben wir persönlich aber die Erfahrung gemacht, dass man dabei gerne mal ein Auge zudrückt…

Es gibt aber auch noch eine Alternative, denn natürlich könnt ihr für euren Infant einen eigenen Sitzplatz buchen.

Hier erfährst du, was besser funktionieren könnte – Tagflug oder Nachtflug mit Baby

Fliegen mit Baby auf dem Schoß

Baby auf dem Schoß ist die kostengünstige Art des Reisens. Das müsst ihr wissen:

  • Ihr müsst trotzdem ein Ticket für das Baby buchen und bekommt U2 automatisch einen Schoß-Platz.
  • Die Kosten für ein Infant auf dem Schoß sind deutlich niedriger als für einen eigenen Sitzplatz.
  • Ideal für Low Budget Reisen, kurze Flüge oder wenn ihr keinen Kindersitz fürs Flugzeug habt.

Baby Bassinet (Babybett im Flugzeug):

Wenn ihr euer Baby auf dem Schoß mitnehmen wollt, habt ihr bei vielen Airlines die Möglichkeit, einen sogenanntes Baby Bassinet zu nutzen. Dabei handelt es sich um ein kleines Bettchen, das euch die Crew bringt. Nutzen kann man es nur auf Plätzen mit Beinfreiheit hinter Wänden (Galley oder Toiletten), weil es in der Wand eingehängt wird – nur in der Mittelreihe, nicht in der Fensterreihe am Notausgang. Das müsst ihr wissen:

  • Nur bei bestimmten Airlines und/oder auf bestimmten Flügen verfügbar.
  • Wenn ihr sichergehen wollt, vorher passende Sitzplätze reservieren.
  • Praktisch: Euer Baby kann liegen und gut schlafen, während ihr die Hände freihabt.
  • Bei Turbulenzen müsst ihr das Bassinet vorübergehend entfernen und das Kind auf den Schoß nehmen (ggf. mit Loop Belt).
  • Achtung: Es gibt eine Gewichtsbeschränkung für das Baby Bassinet.

Hier findest du mehr Tipps zum Fliegen mit Kindern

Eigener Sitzplatz für Baby im Flugzeug

Das Fliegen mit Baby im eigenen Sitzplatz ist die sicherste Art des Reisens, wenn der Infant in einem geeigneten Rückhaltesystem gesichert ist. Achtet darauf, vorher zu prüfen, ob euer Modell ein Kindersitz mit Flugzeug-Zulassung ist.

Als Alternative zum Kindersitz im Flugzeug könnt ihr ab ca. 1 Jahr bzw. 10kg das Cares-System nutzen. Mit dem Cares-Gurt sichert ihr euer Kind in einem Hosenträgergurt, den ihr an der Rückenlehne befestigt. Das müsst ihr über das Fliegen mit Baby im eigenen Sitzplatz wissen:

  • Automatische Buchungssysteme weisen euch für ein Infant under 2 years automatisch ein Infant-Ticket (auf dem Schoß zu). Möchtet ihr einen eigenen Sitzplatz fürs Baby, solltet ihr telefonisch buchen.
  • Nur sinnvoll mit geeignetem Sitz oder Cares-System.
  • Mehr Platz, mehr eigenes Gepäck (je nach Tarif).
  • Kosten für ein Kinderticket mit eigenem Sitz fast so hoch wie Ticket für Erwachsene.

Druckausgleich – Können Babys den Druck ausgleichen?

Viele Eltern sorgen sich, dass Babys beim Start oder bei der Landung Schmerzen in den Ohren haben. Das Gerücht, „Babys können keinen Druckausgleich“ hält sich nämlich wacker. Tatsächlich können Babys den Druck selbst ausgleichen – im Normalfall zumindest. Es gibt ein paar Tipps, mit denen ihr eurem Baby den Druckausgleich erleichtern könnt:

  1. Stillen bei Start und Landung (oder Flasche geben)
  2. Schnuller anbieten und
  3. Kurz vor dem Flug Nasentropfen geben.

So wird der Druckausgleich sanfter. Und ja, es kann trotzdem passieren, dass euer Nachwuchs beim Start oder bei der Landung weint. Ist das der Fall, bleibt einfach möglichst entspannt und begleitet euer Kind da gut durch. Lasst euch keinesfalls von eventuellen doofen Blicken Mitreisender aus der Fassung bringen. Leute, die sich an Kindern im Flugzeug stören, finden immer ein Haar in der Suppe und warten wahrscheinlich schon regelrecht darauf, dass irgendwo ein Kind quakt.

Tagflug oder Nachtflug – Was ist besser?

Auf Kurzstrecke mit Baby empfehle ich euch einen Tagflug. Auch bei Mittelstrecke kann ein Tagflug entspannter sein, vor allem, wenn er den Mittagsschlaf umfasst. Bei Langstrecke mit Baby haben wir bisher – falls möglich – einen Nachtflug ausgewählt. Auch wenn man im Flugzeug nicht so viel schläft wie zu Hause, finden wir persönlich Nachtflüge mit Kindern entspannter. Idealerweise lässt sich euer Baby vom Ablauf im Flugzeug etwas „steuern“ und schläft, wenn nach dem Abendessen das Licht gedimmt wird.

  • Nachtflug: oft entspannter, da Schlafrhythmus genutzt wird
  • Tagflug: Wachphasen nutzen, Baby ist aktiver

Entscheidend ist im Grunde das individuelle Schlaf- und Essverhalten des Babys. Außerdem natürlich euer Budget und die geplante Reiseroute, denn oft hat ja gar nicht unbedingt die Wahl…

Hier geht’s zu mehr praktischen Tipps zum Reisen mit Baby und Kind

Beschäftigung für Babys im Flugzeug

Für Babys kann so ein Flug sehr spannend sein: neue Geräusche, viele fremde Gesichter, ein auf den Kopf gestellter Rhythmus, … Manche Zwerge verarbeiten die vielen Reize, indem sie einfach tief und fest schlafen. Andere haben Schwierigkeiten damit, die Reize auszublenden und müssen vielleicht etwas weinen.

Vor allem, wenn ihr noch nicht wisst, wie das Fliegen mit Baby wird – zum Beispiel, weil es euer erster Flug mit Baby ist -, solltet ihr auf jeden Fall ein paar kleine Beschäftigungen dabeihaben.

Diese Dinge dürfen nicht fehlen:

  • kleine Spielsachen oder Beißringe
  • Stofftiere oder weiche Bücher
  • Greiflinge oder leichtes Mobile
  • Fidget Spinner für das Fenster

Kurze Bewegungs- und Kuschelpausen auf dem Schoß tun eurem Baby gut. Egal, ob es im eigenen Sitz fliegt oder nicht. In diesem Artikel findet ihr die besten Tipps zum Fliegen mit Kindern:

Packliste für das Handgepäck – Was braucht Baby im Flugzeug?

Der erste Flug mit Baby ist unheimlich aufregend: Hat mein Kind Schmerzen beim Druckausgleich? Was darf auf keinen Fall fehlen? Darf man Babynahrung mit ins Flugzeug nehmen? Wie sieht es mit Buggy, Kindersitze & Co aus?

Es gibt einfach so viele Fragen, die man vorher klären muss. Das kann schon herausfordernd sein… Damit ihr euch zumindest über Babys Gepäck keine Sorgen machen müsst, habe ich eine ausführliche Handgepäck-Packliste für die kleinsten Passagiere für euch erstellt. Ihr könnt die kostenlose Packliste für die Flugreise mit Baby hier herunterladen:

Ein paar Tipps zu Babys Gepäck im Flugzeug

Packt unbedingt ausreichend Windeln, Wechselwäsche und Babynahrung ein. Im Falle einer Verspätung oder wenn euer Koffer nicht am Ziel ankommt, könnt ihr so locker ein, zwei Tage überbrücken. Für das Handgepäck empfehle ich euch diesen Milchpulverportionierer.

Nehmt auch mehrere Fläschchen mit. Nicht immer habt ihr direkt die Möglichkeit, eine leere Flasche hygienisch auszuspülen. Tipp: Bittet die Cabin Crew um heißes Wasser, um leere Flaschen ordentlich ausspülen zu können.

Euer Zwerg ist müde, kann aber nicht einschlafen? Oder braucht das Baby dringend Ablenkung? Dann solltet ihr so einen coolen Fidget Spinner ausprobieren. Befestigt ihn am Tisch oder am Fenster und lasst ihn tanzen – das wirkt magisch auf kleine Mäuschen.

Darf der Kinderwagen mitfliegen? Was ist mit Buggy, Bollerwagen, Kindersitz & Co?

Das Reisen mit Baby ist mit einigen Herausforderungen verbunden, gerade was das ganze Zubehör angeht.

Mein Tipp: Falls möglich, nehmt einfach nur eine Babytrage mit. Damit seid ihr maximal flexibel und müsst nichts weiter beachten.

Wenn es Reiseziel und Pläne verlangen, sind aber auch Kinderwagen, Buggy, Bollerwagen, Reisebett und Sitz kein Problem. Beachtet aber, dass ihr dieses Zubehör nicht bei jeder Airline mit ans Gate nehmen dürft. Manche Airlines bestehen darauf, dass ihr Babyausstattung bei der Gepäckaufgabe abgebt – meist als Sperrgepäck.

Im Idealfall sollte euer Zubehör jeweils einteilig und möglichst klein zusammenklappbar sein. Ein Beispiel: Manche Airlines schließen den Transport von Bollerwägen in ihren Bedingungen aus, nehmen kleine Exemplare aber dennoch mit bzw. achten gar nicht weiter darauf. Besonders gut geht das zum Beispiel mit dem beliebten Fuxtec Bollerwagen.

Vor eurer Reise solltet ihr euch auf jeden Fall genau informieren, welche Bedingungen für eure Airline gelten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Ein Zubehörteil pro Kind ist eigentlich überall inklusive – selbst bei Billig-Airlines wie Wizz Air und Ryanair. Viele Airlines erlauben sogar zwei Teile pro Infant.

Tipps für Check-in und Boarding mit Baby

Die Zeit vor dem Abflug kann wegen Warteschlangen, Dokumentenchaos und Zeitplanänderungen schnell etwas hektisch werden – auch ohne Kind. Wenn ihr mit Baby fliegen wollt, sollte euch das bewusst sein. Strahlt ihr möglichst viel Ruhe aus, spiegelt sich das in der Regel im Kind wider. Andersherum übertragen sich natürlich auch eure Hektik oder Unsicherheiten auf den Nachwuchs. Also heißt es: Entspannt bleiben.

Diese Dinge solltet ihr vor Babys erstem Flug wissen:

  • Flüssigkeiten für Baby sind im Handgepäck erlaubt
  • Den Buggy darf man oft bis ans Gate mitnehmen – unbedingt am Checkin Schalter ansprechen.
  • Früh einsteigen kann entspannter sein, weil mehr Platz vorhanden ist. Meist dürfen Familien mit Kindern vor den anderen Economy Class Reisenden boarden.
  • Spät einsteigen hat aber auch Vorteile, weil ihr insgesamt weniger Zeit wartend im Flugzeug verbringt.

So gelingt das Fliegen mit Baby

Fliegen mit Baby ist kein Hexenwerk, wenn man gut vorbereitet ist.

Diese Checkliste hilft euch bei eurer Planung:

  1. Sitzplatz-Optionen prüfen (auf dem Schoß oder eigener Sitzplatz)
  2. Passende Flugzeit wählen
  3. Handgepäck perfekt packen
  4. Beschäftigung für Baby planen
  5. Druckausgleich unterstützen

Mit diesen Tipps wird der Flug deutlich entspannter – sowohl für Eltern als auch für das Baby. Viel Spaß auf eurer Reise? Noch Fragen? Dann lasst gerne einen Kommentar hier!

-> Muss es denn wirklich eine Flugreise sein? Lies hier weiter, wenn du dich unsicher bist, welche Reiseform zur Familie passt.


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