Mit der Fähre nach Sardinien: Bei unserer letzten Überfahrt durften wir uns die Brücke der Moby Legacy ansehen. Man sieht eine fünfköpfige Familie mit einem der Offiziere an den Steuergeräten stehen.

Mit der Fähre nach Sardinien – Tipps

Zuletzt aktualisiert: 01.12.2025

Ihr plant einen Urlaub auf Sardinien und überlegt, ob ihr mit der Fähre übersetzen wollt? Eine sehr gute Idee – besonders als Familie! Mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein, macht euch auf der Insel flexibel und spart zudem die teure Mietwagenbuchung. In diesem Artikel bekommt ihr praktische Tipps rund um die Überfahrt mit der Fähre nach Sardinien, Infos zu Reedereien, Routen und einen besonderen Blick auf die größten Passagierfähren der Welt.

Auf der Brücke der Moby Legacy

Warum mit der Fähre nach Sardinien?

Sardinien ist ein echtes Paradies für Familien: endlose Strände, charmante Dörfer, beeindruckende Natur – und das alles relativ entspannt erreichbar. Die Überfahrt mit der Fähre bedeutet:

  • kein Gepäcklimit
  • entspanntes Reisen
  • ein kleines Abenteuer für die Kinder
  • und die Möglichkeit, euer eigenes Auto oder Wohnmobil mitzunehmen.
Nur einer von vielen traumhaften Stränden – der Spiaggia di Bèrchida

Außerdem spart ihr euch die komplizierte Organisation von Transfers auf der Insel. Mit dem eigenen Camper oder Auto nach Sardinien zu fahren, ist wirklich sinnvoll. Auf diese Weise seid ihr auf der Insel flexibel und könnt die schönsten Strände Sardiniens besuchen. Bedenkt, dass Sardinien kein klassisches Ziel für Cluburlaub ist. An Unterkünften gibt es dort vor allem Campingplätze, Pensionen, Aparthotels und Ferienwohnungen. Nur ein Bruchteil davon hat direkten Strandzugang.

Parkgarage der Moby Legacy

Je nach Lage müsst ihr also schon ein paar Kilometer zurücklegen – vor allem natürlich, wenn ihr verschiedene Strände besuchen wollt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, wenn man Sardinien mit dem Auto bereisen kann.

Keine Lust auf eine Fahrt mit der Fähre? Dann bietet Italien viele andere tolle Orte, die ihr als Familie entdecken könnt. Unsere Favoriten findet ihr hier:

Italien mit Kindern

Mit der Fähre nach Sardinien: Reedereien und Routen

Wollt ihr die Fähre nehmen, habt ihr mehrere Möglichkeiten. Es gibt nämlich unterschiedliche Routen und eine Reihe von Reedereien, welche zwischen dem Festland und Sardinien verkehren.

  • Mobylines
  • Corsica Sardinia Ferries
  • Tirrenia
  • Grimaldi Lines
Auch die Fast Cruise Ferry Moby Aki fährt nach Sardinien

Besonders beliebt sind die Strecken Livorno – Olbia, Genua – Olbia und Genua – Porto Torres.

Die meisten Überfahrten dauern zwischen 6 und 10 Stunden. Viele Verbindungen sind auch als Nachtfähren buchbar – eine super Option, wenn ihr die lange Fahrt entspannt verschlafen möchtet. Wir sind inzwischen schon mehrmals mit der Fähre verreist und fanden die Nachtfahrten besonders praktisch.

Dabei konnten wir bereits Erfahrungen mit Mobylines und Corsica Ferries sammeln.

Ihr möchtet nicht nach Sardinien, sondern lieber mit der Fähre nach Korsika? Dann werft unbedingt einen Blick in diesem Artikel:

Mit der Fähre nach Korsika

Tipp: Livorno – Olbia mit Mobylines

Besonders empfehlen können wir euch die Route von Livorno nach Olbia mit Mobylines. Die Anfahrt ist zwar etwas weiter als nach Genua, dafür lässt sich Livorno perfekt mit ein paar Tagen in der Toskana verbinden. Auf dem Weg zur Fähre besuchten wir zum Beispiel den Schiefen Turm von Pisa.

Und das Highlight: Auf dieser Route von Livorno nach Olbia verkehren die Moby Legacy und die Moby Fantasy – die aktuell größten Passagierfähren der Welt!

Unsere besten Tipps rund um beste Reisezeit für Sardinien, schönste Strände und Unterkunft findest du übrigens hier:

Sardinien mit Kindern

Die größten Passagierfähren der Welt – Moby Legacy & Moby Fantasy

Seit wir 2023 zum ersten Mal mit der Fähre in den Urlaub gefahren sind, sind wir große Mobylines-Fans. Wir lieben die Zuverlässigkeit der Reederei, die große Auswahl an Routen und die moderne Flotte. Die beiden Neuzugänge Moby Fantasy und Legacy nahmen erst 2023 und 2024 den Betrieb auf. Sie beeindrucken durch ihr innovatives Konzept, maximale Familienfreundlichkeit und vor allem durch ihre stattlichen Maße. Beide Schiffe sind baugleich und Mobylines schlägt wirklich mit Superlativen um sich…:

Mit der Moby Fantasy von Olbia nach Livorno
  • Länge: ca. 237 Meter
  • Breite: ca. 33 Meter
  • Passagierkapazität: ca. 3.000 Personen
  • Schlafen: 441 Kabinen und 403 Liegesessel
  • Innovativ und umweltfreundlich

An Bord bieten die Mobylines Flaggschiffe Restaurants, Bars, Kinderspielbereiche, Lounges, Shops und komfortable Kabinen. Auf unserer Fahrt mit der Fähre nach Sardinien und zurück hatten wir jeweils eine Viererkabine mit Fenster. Sowohl auf der Moby Legacy von Livorno nach Olbia als auch auf der Moby Fantasy von Olbia nach Livorno überzeugten die Kabinen mit maximaler Sauberkeit und bequemen Betten.

Moby Legacy auf der Strecke von Livorno nach Olbia

Für Familien besonders toll: Es gibt auf beiden Schiffen Spielbereiche für Kinder und familienfreundliche Restaurants. So wird die Überfahrt zum Teil eures Urlaubs, nicht nur ein notwendiger Transfer – getreu dem Motto „der Weg ist das Ziel“.

Was kostet die Fähre nach Sardinien?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht, denn die Preise variieren je nach Saison, Fahrzeuggröße und Kabinenwahl. Zu nachfragestarken Zeiten können die Preise ebenfalls stark schwanken. Tendenziell ist es sinnvoll, früh dran zu sein, wenn ihr eine Fähre buchen wollt. Mein Tipp: Bucht direkt bei der Reederei. So könnt ihr von Angeboten profitieren und seid außerdem flexibler – viele Portale erfordern die Buchung eines Schlafplatzes für jede Person.

Als grobe Orientierung:

  • Nebensaison: ab ca. 100–150 € für ein Auto inkl. 2 Erwachsene und 2 Kinder (ohne Kabine).
  • Hauptsaison: ab ca. 250–400 € und mehr, vor allem in den Ferien.

Achtung: Mobylines bietet immer mal wieder Aktionen an, bei denen ihr sparen könnt – zum Beispiel am Weltfrauentag. Folgt der Reederei am besten in den sozialen Medien, um keine Angebote zu verpassen.

-> Hier findest du viele weitere praktische Tipps zum Thema Fähre mit Kindern

Sonnenaufgang im Hafen Livornos

Tipps für eure Überfahrt mit der Fähre nach Sardinien

Mit der Fähre in den Urlaub zu fahren, ist ein Abenteuer. Unsere Tipps helfen euch dabei, dieses Abenteuer in vollen Zügen zu genießen:

1.      Braucht man auf der Fähre eine Kabine?

Nicht unbedingt, denn es gibt viele Möglichkeiten, um auf der Fähre zu entspannen. Viele Reisende schlagen auch einfach ein Schlaflager mit Luftmatratze und Decke irgendwo auf dem Boden auf – cool! Doch gerade bei Nachtfahrten und wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist eine Kabine mit eigenem Badezimmer einfach ein Gamechanger.

Unsere Viererkabine auf der Moby Fantasy

2.      Braucht man für die Fähre einen Reisepass?

Wenn ihr mit der Fähre unterwegs seid, müsst ihr euch ausweisen können. Das gilt auch für die Kinder und insbesondere für Überfahrten zwischen zwei Ländern – zum Beispiel von einem italienischen Hafen nach Korsika oder von einem französischen Hafen nach Sardinien. Allgemein dient das Ausweisdokument aber nicht nur der Einreise auf dem Wasserweg, sondern auch der Legitimation (Abgleich zwischen Namen auf dem Ticket und Namen auf Ausweis oder Reisepass).

3.      Wann sollte man am Hafen sein?

An vielen Häfen reicht es, wenn ihr 90 Minuten vor Abfahrt am Hafen seid – zum Beispiel in Livorno und Olbia, Sardinien. Fahrt ihr mit der Fähre ab Genua oder Bastia, Korsika, solltet ihr bereits zwei Stunden vorher dort sein. Psst: Auf unseren Überfahrten zwischen Livorno und Olbia konnten wir bereits 2,5 Stunden vor Abfahrt auf die Fähre. Wir mussten also nicht lange warten und hatten viel Zeit zum Essen und Spielen, ohne auf wertvollen Schlaf verzichten zu müssen.

Reisepass EU-Ausland – was ihr wissen müsst

4.      Gibt es Verpflegung auf der Fähre?

Auf den Schiffen gibt es selbstverständlich Restaurants, die viele leckere Speisen anbieten. Gerade bei größeren Familien kann das jedoch ordentlich ins Geld gehen. Zum Glück ist es möglich, eigene Snacks und Getränke mit an Bord zu nehmen.

5.      Was gibt es auf der Fähre für Kinder?

Auf den modernen Fähren gibt es in der Regel einen schönen Spielbereich mit Softplayanlage und Arcade. Bei Tagfahrten kann die Zeit aber natürlich trotzdem lang werden. Daher ist es sinnvoll, Bücher, Spiele, Tablets oder Malutensilien mitzunehmen.

Softplayanlage auf der Moby Legacy (und verrücktes Kind)

6.      Was sollte man mit auf die Fähre nehmen?

Während der Überfahrt ist der Zugang zur Parkgarage versperrt. Ihr könnt also nicht mehr zu eurem Auto. Außerdem kann es beim Parken etwas hektisch und eng werden. Denkt also unbedingt daran, eine Tasche mit den wichtigsten Dingen vorzubereiten. Bei uns immer dabei: Rucksack mit unseren Dokumenten, mit Spielen, Malsachen und Tablets. Für die Nachtfähre packen wir außerdem immer einen kleinen Koffer mit frischer Kleidung und Hygieneartikeln.

Mit der Fähre oder mit dem Flugzeug nach Sardinien?

Viele Familien stellen sich die Frage: Fähre oder Flugzeug – was ist besser für die Reise nach Sardinien? Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Das Flugzeug bringt euch schnell auf die Insel – in rund 1,5 bis 2 Stunden seid ihr von München und Frankfurt in Olbia oder Cagliari. Allerdings müsst ihr euch vor Ort um einen Mietwagen kümmern, und Gepäck sowie Wartezeiten am Flughafen können mit Kindern stressig sein. Ohne Auto ist die Insel eher schwer zu bereisen.

Die Fähre braucht zwar länger, bietet dafür aber eine entspannte Anreise mit eigenem Auto – ideal, wenn ihr viel Gepäck, Campingausrüstung, Fahrräder oder Strandspielzeug dabeihabt. Kinder können sich an Bord frei bewegen, es gibt Spielbereiche, Restaurants und Ausblick aufs Meer. Gerade die neuen Moby-Schiffe machen die Überfahrt selbst zum Erlebnis. Für viele beginnt der Urlaub so schon mit dem Einsteigen. Wenn ihr Roadtrips bevorzugt, ist eine Fährfahrt außerdem ein echtes Sahnehäubchen.

Ein weiterer Punkt sind die Kosten. Die Überfahrt mit der Fähre nach Sardinien oder Korsika ist zwar nicht gerade billig, aber vor allem für größere Familien deutlich günstiger als ein Flug. Obwohl wir wirklich gerne mit dem Flugzeug verreisen, würden wir dennoch immer wieder mit der Fähre nach Sardinien fahren.

Ein echtes Urlaubshighlight

Mit der Fähre nach Sardinien zu reisen, ist gerade mit Kindern entspannt und praktisch. Unseren Kindern machen die Überfahrten immer richtig viel Spaß. Besonders cool waren die Fahrten mit der Mobylines Legacy und Mobylines Fantasy. Wenn ihr früh bucht und euch gut vorbereitet, startet ihr stressfrei in euren Sardinienurlaub. Habt ihr Fragen zur Fährbuchung oder Erfahrungen mit der Überfahrt nach Sardinien? Dann lasst doch gerne einen Kommentar hier!


Comments

3 responses to “Mit der Fähre nach Sardinien – Tipps”

  1. Avatar von Tanja Proctor
    Tanja Proctor

    Hallo
    Vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Wenn ihr mit drei Kinder verreist, wie macht ihr das mit der Kabine? Gibt es 5er Kabinen für die Nachtfähre? Ich habe nur 4er Kabinen gesehen.
    Zwei Kabinen erscheinen mir ziemlich teuer.

    1. Hallo 🙂
      Wir haben bisher immer nur eine Viererkabine gebucht. Auf den großen Fähren nach Sardinien (Legacy und Fantasy) sind die Betten auf einer Seite der Kabine breiter als auf der anderen. Darin kann man gut mit einem kleineren Kind zu zweit schlafen. Wenn’s gar nicht geht, kann einer der Erwachsenen noch einen Ruhesessel dazubuchen und über Nacht „ausziehen“. Kommt wahrscheinlich auf das persönliche Schlafverhalten an.
      Grüße
      Ina

  2. […] Mit der Fähre nach Sardinien […]

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