Man sieht den Spiaggia Bérchida. Diesen Strand sollten man auf Sardinien mit Kindern auf jeden Fall besuchen,

Sardinien in der Nebensaison mit Kindern

Zuletzt aktualisiert: 01.12.2025

Sardinien in der Nebensaison – türkisblaues Meer, weiße Traumstränden und Sommerhitze. Die italienische Insel ist auch außerhalb der Hauptsaison ein echtes Highlight, allem für Familien mit Kindern. Wir waren in den Osterferien 2025 dort, also in den letzten beiden Aprilwochen – und es war einfach perfekt. In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf unsere Reise, zeige euch unsere liebsten Strände, gebe Tipps zur Anreise und Unterkunft – und erzähle euch, warum wir Sardinien mit Kindern genau so jederzeit wieder machen würden.

Freies Spiel am menschenleeren Strand Spiaggia di Osalla Orosei

Mit der Fähre nach Sardinien – Familienfreundliche Anreise mit Mobylines

Die Mittelmeerinsel Sardinien gehört zu Italien. Man kann sie entweder mit dem Flugzeug oder mit der Fähre erreichen. Auch wenn ein Flug natürlich deutlich schneller geht, hat die Fähre einige Vorteile: So viel Gepäck, wie ihr wollt, euer eigenes Auto mit dabei und maximale Flexibilität! Perfekt also, wenn ihr Sardinien mit Kindern besucht. Außerdem ist eine Überfahrt mit der Fähre natürlich auch ein besonderes Abenteuer.

Auf der Moby Fantasy, einer der größten Passagierfähren der Welt, im Hafen Olbia

Gerade auf den modernen Mittelmeerfähren kommt Kreuzfahrt-Feeling auf. An Bord gibt es schöne Kabinen, coole Kinderspielbereiche, tolle Restaurants und mehr, so dass eigentlich keine Wünsche offen bleiben. Ihr liebt Superlative? Die bietet Mobylines. Auf der Strecke Livorno – Olbia – Livorno verkehrt die Reederei Mobylines mit den größten Passagierfähren der Welt. Die Moby Fantasy hat ihren Dienst erst 2023 aufgenommen, die Moby Legacy ist das jüngste Mitglied der Flotte und kam sogar erst 2024 dazu.

Da wir unbedingt auf einem der Flaggschiffe fahren wollten, stand schon letztes Jahr Sardinien mit Kindern auf dem Plan. Am Ende wurde es dann aber doch nochmal Korsika.

Natürlich kann man auch von anderen Häfen nach Sardinien fahren. Zur Wahl stehen beispielsweise Genua, Piombino oder Toulon (Frankreich). Neben Mobylines fahren auch Fähren von Corsica Sardinia Ferries und Grimaldi die Insel an. Grimaldi haben wir noch nicht getestet. Im direkten Vergleich zwischen Corsica Ferries und Mobylines hat Mobylines die Nase vorne. Die Reederei punktet durch maximale Zuverlässigkeit und eine moderne Flotte.

Unser Tipp: Bucht eine Nachtfähre mit Kabine. So kommt ihr morgens entspannt auf euerer Urlaubsinsel an und könnt die Zeit am Strand verbringen, bevor ihr in eurer Ferienunterkunft eincheckt.

Auf der Suche nach Tipps für die Fähre nach Sardinien mit Kindern? Dann werft gerne einen Blick in diesen Artikel:

Familienurlaub auf Sardinien: Wohin?

Leider konnten wir nur einen Bruchteil der wunderschönen Insel kennenlernen. Diesen Bruchteil fanden wir aber phänomenal toll. Unsere Unterkunft in Cala Liberotto war sehr sauber und top ausgestattet. Besonders toll war aber ihre gute Lage! Da dieser aber weiter unten mehr.

Wohnzimmer unserer Ferienwohnung auf Sardinien

Im Nordosten der Insel gibt es sehr viele wunderschöne Strände und Buchten. Von Cala Liberotto aus kann man zahlreiche davon schnell erreichen. Besonders praktisch ist die gute Lage, wenn man die Strände südlich von Orosei besuchen möchte, zu denen übrigens auch der laut Forbes Magazine schönste Strand der Welt 2025 Cala Goloritze gehört…

Diese Strände fanden wir auf Sardinien mit Kindern besonders toll (Links führen zu Google Maps)

Sorry, denn jetzt folgt eine kleine Flut an Bildern. Wir fanden es an Ostern auf Sardinien so schön, dass ich Stunden gebraucht habe, um überhaupt mal alle Fotos sichten zu können… 😉

Stagno Porto Ainu
Die Landzunge am südlichen Ende der Bucht lädt zum Erkunden ein
Dieser Strand bildete den Anfang und den Abschluss unserer Reise
Cala Liberotto mit Flusszulauf in der Golden Hour
Blick Richtung Stagno hinter dem Strand Cala Liberotto
Ein Paradis für Kinder
Jeder Strand ein Abenteuer! Auf dem Weg vom Cala Liberotto zum Spiaggia di Martzellinu
Beeindruckende Pflanzenwelt Sardiniens
Blick auf die Mertzellinu Bucht mit Günter im Weg
Ein beliebter Hotspot bei Kitesurfern
Der Canale Stagno di Sa Curcurica (Blick von Süden)
Blick auf den Sa Curcurica See im Naturschutzgebiet
Weißer Sandstrand zwischen Oasi Biderosa und Stagno di Sa Curcurica
Glasklares Wasser
Blick auf den türkisblauen Canale di Stagno di Sa Curcurica (Blick von Norden)
Der Beginn eines kilometerlangen grobkörnigen Sandstrandes
Der Vorteil an menschenleeren Stränden? Man kann überall kicken!
An einigen Stränden kann man Ausritte unternehmen
Hier endet der kilometerlange Strand von Orosei – Ausgangspunkt für Bootsfahrten auf Sardinien zum Cala di Goloritze, Tropfsteinhöhlen und kleinen Buchten
Ein Teil der langezogenen Bucht bei Orosei
Glasklar und satt türkis – so schön ist das Meer in Sardinien

Sind die Strände auf Sardinien wirklich so schön?

Ja! Was wir aber am besten finden, sind diese Dinge:

Auf Sardinien gibt es kein Liegen-Tetris wie an der Adria. Das heißt, ihr könnt euch einfach selbst ein Plätzchen suchen und dort euer Lager aufschlagen. Während der heißen Sommermonate solltet ihr aber unbedingt Sonnenschirm oder Strandmuschel dabeihaben.

Gerade im Nordosten Sardiniens gibt es einige größere Teiche (Stagni), die je nach Wasserstand als kleiner Fluss oder Bach ins Meer münden. An vielen Stränden findet ihr solche Flussmündungen. Die Kinder können darin planschen und entdecken, was nochmal ein ganz anderes Erlebnis ist als „nur“ Meer.

Zufluss am Bérchida Strand

Camping auf Sardinien mit Kindern: Stellplätze direkt am Strand

Auf Sardinien gibt es an den Stränden und Naturschutzgebieten häufig die Möglichkeit, kostenpflichtig zu parken – meist direkt am Meer oder mit toller Aussicht. Während der Saison bieten viele dieser Parkplätze auch Wohnmobilstellplätze an. Auch wenn die Übernachtung auf einem Wohnmobilstellplatz auf Sardinien nicht ganz billig ist, ist sie natürlich günstiger als eine Übernachtung auf dem Campingplatz.

Auf der Landzunge seht ihr einige Campervans, die direkt am Canale Stagno di Sa Curcurica parken

Jetzt aber ein echter Geheimtipp:

In der Vorsaison sind die Kassen an den Parkplätzen in der Regel noch nicht besetzt. Das bedeutet, man kann kostenlos parken und übernachten! Während unserer Sardinien Reise fanden wir einige Camper – Familien sowie Paare – vor, die genau davon Gebrauch machten und sich so kostenlose Übernachtungen auf Sardinien sicherten. Dies konnten wir unter anderem an diesen Stränden beobachten (Maps-Links findet ihr in der Auflistung weiter oben):

  • Spiaggia di Bérchida
  • Spiaggia di Sa Curcurica

Hier findest du weitere Tipps zu Sardinien mit Kindern

Wandern, Baden und Entdecken – Was ihr für Sardinien mit Kindern wissen solltet       

Sardinien bietet traumhafte Strände, aber nicht nur das. Die spannende Landschaft lädt zu Wanderungen ein, die ihr stets perfekt auf euch zuschneiden könnt. Wir selbst unternahmen aufgrund der kurzen Reisedauer nur eine Wanderung, die aber unwahrscheinlich schön war.

Eine gut gelaunte Kaktee begrüßte uns am Eingang zum Naturschutzgebiet

Vom Parkplatz an der Straße aus wanderten wir am Stagno di Sa Curcurica entlang zum Strand Oasi Biderosa. Ein kurzer Fußmarsch am wunderschönen weißen Sandstrand entlang führte uns dann noch weiter an den Canale Stagno di Sa Curcurica – wow! Die schöne Wanderung auf Sardinien führte uns durch dichte Wälder, die teilweise an einen Urwald erinnerten. Der Blick auf Berge wie den Monte Urcatu erinnerte uns jedoch immer wieder daran, dass wir eigentlich auf der wilden Mittelmeerinsel waren. Auch mit Kindern war diese Wanderung sehr gut machbar.

Was für ein Abenteuer!
Wie schön kann eine Insel bitteschön sein…?!
Die beste Belohnung: ein menschenleerer Traumstrand

Warum Sardinien mit Kindern ein echter Geheimtipp ist

Wir sind große Korsika-Fans und empfehlen die Insel sehr gerne weiter.

Eigentlich hatten wir erwartet, dass Sardinien mit Kindern ganz ähnlich sein würde, doch wir wurden überrascht: Sardinien und Korsika sind nicht wirklich vergleichbar. Was wir schöner finden? Darüber möchte ich mir noch kein Urteil bilden, denn dazu müssten wir Sardinien noch besser kennenlernen.

Fest steht: Wir fanden Sardinien mit Kindern traumhaft, noch etwas verwegener als Korsika und noch etwas mehr mit familienfreundlichen Stränden gespickt – zumindest im Nordosten. Bisher ist Sardinien dem Massentourismus zum Glück nicht verfallen. Zumindest fühlt sich der Tourismus auf der Insel ganz anders an als an der italienischen Adria, auf Mallorca oder in der Türkei. Sanfter, freier und entspannter – auch ohne All Inclusive.

Aber mal ehrlich: Italien geht doch eh immer! Welche anderen Ziele wir dort lieben, erfährst du hier:

Italien mit Kindern

Auf der Suche nach Kaktusfeigen in unserer Siedlung

Das macht Sardinien zum perfekten Ziel für Familien, die gerne eigene Wege gehen, gemeinsam entdecken und erleben möchten. Unabhängig, flexibel und ursprünglicher. Wenn ihr immer für einen tollen Camping-Urlaub oder allgemein für einen Selbstversorger-Urlaub zu haben seid, ist Sardinien das ideale Ziel für euch! Natürlich gibt es auf der Insel auch Hotels. Ja, es gibt sogar All Inclusive Hotels auf Sardinien. Diese Unterkünfte sind aber auf jeden Fall noch in der Unterzahl.

Warum Sardinien in der Nebensaison & wie ist das Wetter auf Sardinien im April?

Ganz einfach: Weil es ruhig, wunderschön und überraschend günstig ist. Während im Sommer auf Sardinien Hochbetrieb herrscht und die Preise für Unterkünfte, Campingplätze und Fähren ordentlich anziehen, ist es im Frühling herrlich entspannt. Da die Insel sehr südlich liegt, ist das Klima sehr angenehm. Eine Wettergarantie gibt es natürlich nicht, aber die Chancen auf Badewetter stehen auch im Frühjahr schon gut.

Am ersten Tag war es vormittags noch etwas grau, danach gab es Sonne satt 🙂

Wir hatten sonnige 20-25 Grad, waren mehrmals im Meer baden, konnten ausgedehnte Strandtage genießen – und das oft ganz allein. An manchen Orten begegneten wir nur ein, zwei andere Familien oder Wohnmobilreisenden. Im Sommer sieht das natürlich anders aus. Auch dann ist Sardinien ein gutes Reiseziel, da sind wir uns sicher, doch Vor- und Nebensaison bieten einfach so viele Vorteile.

Unser Tipp: Ab Mitte April kann man mit richtig gutem Wetter rechnen. Die Natur blüht, es ist noch nicht zu heiß zum Wandern und ihr bekommt ein ganz anderes, entschleunigtes Sardinien zu sehen.

Anreise mit der Fähre nach Sardinien mit Kindern – entspannt & familienfreundlich

Da wir eine Zusammenarbeit mit Mobylines hatten, stand für uns schnell fest: Wir reisen mit der Fähre an. Und ganz ehrlich? Das war super entspannt! Kein Gepäcklimit, kein Flughafenstress – dafür ein echtes Abenteuer. Wir haben die Überfahrt als Start in den Urlaub gefeiert: Abendessen an Bord, eine ruhige Nacht in unserer Kabine und am nächsten Morgen auf Sardinien aufwachen…

Die Fähre fährt zum Beispiel ab Livorno oder Genua direkt nach Olbia – ideal, wenn ihr in den Nordosten der Insel wollt. Von dort aus müsst ihr mit nur einer Stunde Fahrt in die Gegend um Orosei rechnen, und viele tolle Strände liegen auf dem Weg.

Unser Zuhause auf Zeit: Cala Liberotto

Die Auswahl an Ferienwohnungen auf Sardinien war in der Vorsaison noch ziemlich klein. Was verfügbar war, war entweder ziemlich hochpreisig oder aber etwas in die Jahre gekommen. Zunächst hatten wir uns für eine Ferienwohnung in Orosei entschieden. Da der Wetterbericht aber erst ziemlich düster aussah und die Unterkunft kein WLAN hatte, buchte ich kurzfristig um – eine fabelhafte Entscheidung! Unsere Ferienwohnung auf Sardinien gefiel uns wirklich sehr gut!

-> Hier findest du familienfreundliche Unterkünfte auf Sardinien

In diesem Haus befand sich unsere Ferienwohnung

Die Wahl fiel auf eine Ferienwohnung in Cala Liberotto, genauer gesagt in Sos Alinos. Der größte Pluspunkt? Da sind wir uns nicht ganz sicher:

  1. Die Lage ist traumhaft: ruhig, familienfreundlich und nur einen Katzensprung von Orosei entfernt. Von hier aus konnten wir jeden Tag einen neuen Strand erkunden – ohne lange Fahrzeiten.
  2. Die Wohnung war nicht nur super ausgestattet, sondern auch sehr sauber. Wir konnten uns richtig wohlfühlen.
Dramatischer Sonnenuntergang in der Natur hinter unserer Unterkunft

Besonders praktisch: Als Selbstversorger konnten wir flexibel bleiben. Morgens ein schnelles Frühstück, mittags ein Picknick am Strand – und abends entweder selber kochen oder Pizza holen. Ideal für Familien mit kleineren Kindern, die nicht täglich ins Restaurant wollen (oder können 😉).

Der für uns schönste Strand bei Orosei (Kühe am  Strand!)

Die Ostküste Sardiniens ist ein Paradies für Strandliebhaber. Und mit Kindern? Noch besser! Hier unser Favorit:

Spiaggia di Berchida

Einer der schönsten Strände, die wir je gesehen haben – und das Beste: Im April fast menschenleer. Feinster Sand, seicht abfallendes Wasser und einfach riesig. Ideal zum Toben, Planschen, Muscheln sammeln. Besonders cool fanden wir, dass dort ein natürlicher Zufluss ist. Die Kinder waren stundenlang mit dem Bauen von Staudämmen beschäftigt! Sicherlich habt ihr auch schon einmal davon gehört, dass es auf Sardinien Strände mit freilaufenden Kühen gibt. Berchida Beach ist ein Strand mit Kühen! Als wir dort waren, machten sich die Kühe leider rar, aber wir konnten in der Ferne immerhin zwei Stück entdecken.

Auf der Suche nach den Kühen hinterm Strand in den matschigen Ausfläufern des Stagnos 🙂

Kleines Highlight: Direkt am Strand gibt es Camping-Stellplätze. In der Hauptsaison sind diese natürlich kostenpflichtig – in der Nebensaison nicht. Viele standen hier ganz unkompliziert mit dem Van und haben übernachtet.

Was ihr sonst noch wissen solltet

  • Einkaufen: Supermärkte gibt’s in der Region rund um Orosei genug. Frisches Obst, Pasta, Käse – für Selbstversorger ein Traum.
  • Mückenschutz: Gerade am Abend können an einigen Stränden Mücken unterwegs sein. Also: Autan nicht vergessen oder in der Vorsaison reisen – wir hatten keine Probleme mit Mücken.
  • Kleidung: Tagsüber reichen T-Shirt und Shorts, aber abends kann es frisch werden, wie es für den europäischen Süden typisch ist. Eine Jacke oder ein Hoodie sollte deshalb auf keinen Fall fehlen.
  • Wanderschuhe nicht vergessen: Auch wenn es ein Strandurlaub ist – kleine Wanderungen oder Spaziergänge lohnen sich total.

Sardinien mit Kindern – einfach traumhaft!

Wir waren ehrlich begeistert. Sardinien in der Nebensaison hat uns mit seiner Schönheit, Ruhe und Familienfreundlichkeit überrascht. Die Strände, die Natur, die unkomplizierte Anreise – alles hat für uns als Familie mit drei Kindern super gepasst.

Wenn ihr also Sonne tanken wollt, ohne im Sommertrubel unterzugehen, dann merkt euch Sardinien für die nächsten Osterferien unbedingt vor!


Comments

2 responses to “Sardinien in der Nebensaison mit Kindern”

  1. […] Mutter Geisslein war in den Osterferien 2025 mit ihren Kindern auf Sardinien. Dieses Blog empfehle ich euch besonders, denn die Familie war 2024 auch auf Korsika und hat darüber ebenfalls gebloggt. […]

    1. Vielen Dank für deine Empfehlung ❤️

Schreibe eine Antwort zu Entscheidungsfrage: Familienurlaub auf Sardinien oder Korsika? – family4travelAntwort abbrechen

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