Reiseziele mit Kindern: Im Titelbild für den Sardinien Reisebericht sieht man einen Jungen, der mit Blickrichtung zum Horizont im türkisblauen Meer steht.

Familienurlaub: Unser Sardinien Reisebericht

Zuletzt aktualisiert: 01.12.2025

In den Osterferien 2025 ging es für uns als Familie auf die Mittelmeerinsel Sardinien. Unser Wunsch war es, einfach ein paar Tage Sonnenschein zu genießen, und das Wetter meinte es wirklich gut mit uns. Ihr kennt uns noch nicht? Wir sind eine sechsköpfige Familie – Mama, Papa und vier Kinder – aus Bayern. In diesem detaillierten Sardinien Reisebericht erzähle ich euch von unserer Überfahrt mit der Fähre, unseren Unternehmungen auf Sardinien, den schönsten Stränden und der Gegend rund um Orosei.

Tag 1: Von Bayern nach Livorno – und auf der Nachtfähre nach Sardinien

Unser Sardinien-Abenteuer begann früh morgens in der Nähe von Regensburg. Laut Wetterbericht erwarteten uns auf der gesamten Strecke in die Toskana Regen und grauer Himmel. In der Schweiz und in Norditalien hatte in den Tagen zuvor ein ordentlicher Sturm gehaust, weshalb wir unsere Anreise nach Livorno in der Toskana sogar um einen Tag verschoben hatten (ursprünglicher Plan: vor der Überfahrt mit der Fähre eine Nacht am Gardasee).

Doch es bliebt trocken und sogar die Sonne ließ sich blicken. Die Straßen waren frei und wir kamen super schnell voran. Nicht mal die Baustelle auf der Brennerautobahn (Luegbrücke) sorgte für größere Verzögerungen. Mit ein paar kleinen Pausen kamen wir gut voran. Einen längeren Stopp legten wir in Bologna ein. Auf einem Spielplatz mit viel Platz zum Toben wurde der Fußball ausgepackt. So konnten sich die Kinder nochmal so richtig austoben.

Weiter ging es in Richtung Pisa, wo wir einen spontanen Abstecher planten – ein Besuch beim Schiefen Turm von Pisa. Diesen Stopp können wir euch absolut empfehlen, wenn ihr noch etwas Zeit bis zur Fähre habt. Irgendwie ist der berühmte Turm ja doch ein echtes Highlight…

Von Pisa nach Livorno, wo unsere Nachtfähre nach Olbia ablegen sollte, war es nur noch ein Katzensprung. Da wir deutlich zu früh am Hafen waren, hatten wir uns schon auf eine längere Wartezeit eingestellt – doch Überraschung: Wir durften direkt auf die Fähre fahren!

An Bord blieb genug Zeit, um in Ruhe zu parken, einzuchecken, die Kabine zu beziehen und dann gemütlich essen zu gehen. Die Kinder waren begeistert vom Spielbereich an Bord, den sie so ähnlich schon von den anderen Mobylines Fähren kannten.

Tipp: Der Hafen in Livorno ist leichter zu finden und deutlich übersichtlicher als der Hafen in Genua. Die Möglichkeit, früher an Bord zu fahren, macht alles entspannter. Wir waren wirklich begeistert. Wenn ihr also vor der Wahl zwischen Genua und Livorno steht, kann sich die etwas weitere Anfahrt in die Toskana durchaus lohnen!

Als das Schiff gegen Abend ablegte, standen wir noch gemeinsam an Deck. Nach einer letzten Runde in den Spielbereich der Moby Legacy gingen wir gegen 23:00 Uhr müde ins Bett. Der Seegang war in der Nacht spürbar – nicht schlimm, aber eben auch nicht ganz ruhig. Trotzdem schliefen wir alle erstaunlich gut und wachten am nächsten Morgen erholt auf.

Tag 2: Ostern auf Sardinien

Ostersonntag! Nach einem entspannten Frühstück an Bord der Fähre liefen wir am frühen Morgen in Olbia ein. Der Himmel war – wie angekündigt – grau. Laut Wetterbericht sollten die ersten zwei Tage auf Sardinien ziemlich verregnet werden. Aber: Urlaub ist, was man draus macht! Wir hatten uns auf schlechtes Wetter eingestellt und viele Gesellschaftsspiele im Gepäck. Aufgrund der Wettervorhersage hatte ich einige Tage zuvor sogar auf eine größere Ferienwohnung mit WLAN umgebucht.

In der Nähe des Hafens legten wir eine kleine Bewegungspause auf einem Spielplatz an der Promenade ein. Doch leider hielt das Wetter nicht lange… Es begann zu regnen, und wir verzogen uns in unser Auto. Der Plan: Dem Regen davonfahren!

Spontan entschieden wir also, gleich ein Stück in Richtung Süden zu fahren. Tatsächlich war es nur wenige Kilometer südlich von Olbia trocken. Die Wolken hingen zwar auch dort schwer am Himmel, aber es regnete nicht. Über Google Maps suchten wir uns einen Strand auf der Strecke heraus – Spiaggia Porto Ainu. Die wunderschöne Bucht war völlig menschenleer. Ihr möchtet mit Kindern nach Sardinien reisen?

Praktische Artikel zu bester Reisezeit, Anreise, schöne Strände und mehr findest du hier:

Sardinien mit Kindern

Weil Ostersonntag war, beschlossen wir, den Morgen ganz besonders zu gestalten. Während die Kinder im Sand spielten, versteckten wir Ostereier hinter Felsen und im Dünengras. Die Kinder freuten sich sehr, vor allem als pünktlich zur Ostereiersuche der Himmel aufklarte!

Auf Entdeckertour am Porto Ainu Beach

Die Sonne kam durch und es wurde angenehm warm. Dankbar schälten wir uns aus unseren Regenjacken und Pullis. Die Kinder waren sogar mutig genug, ins Meer zu gehen!

Währenddessen kontaktierte ich den Vermieter unserer Ferienwohnung. Vielleicht könnten wir ja schon etwas früher einziehen? Geplanter Check-in war erst um 16:00 Uhr. Und tatsächlich: Er versprach, unsere Unterkunft als erstes zu reinigen und sich dann gleich zu melden.

Um 13:00 Uhr kam die Nachricht: Die Wohnung war bereit – wir konnten los. Etwa 45 Minuten Fahrt lagen noch vor uns. Wir packten zusammen und machten uns auf den Weg zur Unterkunft.

Die Ferienwohnung in Cala Liberotto war hell, gemütlich und sehr sauber – perfekt für Familien. Schnell war das Gepäck verstaut, und die Kinder inspizierten ihre Zimmer. Wir gönnten uns einen kurzen Moment zum Ankommen, doch das Wetter war mittlerweile so schön, dass wir nicht lange drinnen blieben…

Gegen 15:30 machten wir uns auf den Weg zum Spiaggia Cala Liberotto, der zu Fuß erreichbar war. Der Strand war wie aus dem Bilderbuch: goldgelber Sand, seichtes Wasser und ein kleiner Bachlauf, der sich vom nahegelegenen Stagno ins Meer schlängelte. Umgeben von Felsen ergab sich eine malerische Kulisse – und ein perfekter Spielplatz in der Natur für unsere drei. Der Kleinste ließ seine Monstertrucks über Sandhügel fahren, während die größeren Geschwister in die Wellen hüpften – ein richtiger Marmeladenglasmoment.

Wasserlauf am Spiaggia Cala Liberotto

Als es langsam etwas frischer wurde, traten wir langsam den Rückweg an. Unterwegs entdeckten wir an der Straße ein kleines Café mit großem Garten – samt Schaukel, Wippe und Hüpfburg. Da kamen wir natürlich nicht vorbei. Also gab es ein leckeres Eis für die Kinder und einen Cappuccino für uns. Dann ging es für die Kinder an die Spielgeräte, während Günter und ich im Schatten eines stattlichen Olivenbaums entspannten.

Café mit Spielplatz in der Nähe des Cala Liberotto Strandes

Zum Abschluss des Tages kauften wir noch ein paar Snacks im kleinen Supermarkt um die Ecke – und dann war es an der Zeit für unser „Osterfrühstück“ – ein paar Stunden später als sonst. Weil wir Schlaf nachzuholen hatten, verzogen wir uns danach ziemlich schnell in unsere Betten.

Tag 3: Strandtag am Spiaggia Marina di Orosei

Unser erster ganzer Tag auf Sardinien begann bewölkt, aber angenehm mild. Wir beschlossen, trotz Wolkendecke an den Strand zu fahren. Unsere Wahl fiel auf einen der schönen Strände in Orosei, den Spiaggia Marina – dem nördlichsten Abschnitt eines kilometerlangen Sandstrands, der sich entlang der Küste von Orosei zieht.

Wolkenverhangener Himmel am Spiaggia Marina di Orosei

Noch war es zu frisch zum Baden, also starteten wir den Tag mit einer ausgiebigen Runde Fußball am Strand. Weil der Sand dort eher grobkörnig ist, war das Ganze ziemlich anstrengend. Muss ich extra erwähnen, dass ich am nächsten Tag einen ziemlichen Muskelkater in den Füßen hatte?

Der Strand in Orosei fällt Richtung Wasser steil ab – was für die Kinder zur perfekten Bühne für ihr neu erfundenes Strandspiel wurde: „Sandhügelspringen“. Mit Anlauf sprangen sie über die Kuppe, um dann auf der Schräge im Sand zu landen.

Die Zwerge beim Sandhügelspringen

Ein besonders schöner Moment: Ein Junge aus den Niederlanden, den wir schon am Vortag im Café mit Hüpfburg getroffen hatten, erkannte uns wieder und spielte einfach mit. Solche spontanen Begegnungen machen das Reisen mit Kindern immer wieder besonders.

Gegen Mittag verzogen sich die letzten Wolken und die Sonne zeigte sich – Zeit, ins Wasser zu hüpfen! Auch wenn das Meer noch kühl war, hatten die Kinder riesigen Spaß und wir konnten den Frühling auf Sardinien so richtig genießen. Zur Stärkung gönnten wir uns ein Eis an der nahegelegenen Strandbar, an der überraschend viel los war. Nachmittags füllte sich dann auch der Strand mit Menschen, unter anderem mit Senioren aus einem deutschen Reisebus.

Und da zeigte sich die Sonne doch noch

Zurück in der Ferienwohnung kochte ich uns ein einfaches, aber leckeres Abendessen – Selbstversorgung ist hier wirklich praktisch, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Das gilt vor allem für die Vorsaison auf Sardinien, wenn viele Lokale und Cafés noch gar nicht geöffnet haben.

Am Abend teilten wir uns ein wenig auf: Während Günter mit den beiden Kleinen zum nahegelegenen Bolzplatz in unserer Siedlung aufbrach, zog ich mit unserer Großen los und erkundete die Natur rund um die Siedlung. Besonders spannend fanden wir die hügelige Landschaft hinter den Häusern mit Macchia, alten Olivenbäumen, Kakteen und einem traumhaften Sonnenuntergang.

Da der Fußballplatz leider ziemlich zugewachsen war, spielten die Jungs schließlich auf einem öffentlichen Tennisplatz nebenan, der asphaltiert, aber ideal zum Kicken war. Als es dunkel wurde, sammelte ich die müde, aber zufriedene Bande wieder ein.

Nachdem die Kinder endlich im Bett waren, ließen Günter und ich den Tag noch gemütlich bei einem Film auf Netflix ausklingen. So darf ein Urlaubstag enden.

Tag 4: Wandern in Adiletten – Oasi Biderosa & Stagno di Sa Curcurica

Für diesen Tag war Sonne satt gemeldet. Darum wollten wir die Gelegenheit nutzen und einen Strand besuchen, der ganz oben auf meiner Wunschliste stand. Er liegt zwischen der berühmten Oasi Biderosa und dem Stagno di Sa Curcurita, zwei absoluten Highlights an der Ostküste Sardiniens.

Mein ursprünglicher Plan: direkt hinter dem Strand parken und den Tag entspannt beginnen. Doch vor Ort kam die Überraschung – die Zufahrt war gesperrt. Wir mussten also auf einen Parkplatz an der Hauptstraße ausweichen – deutlich weiter vom Strand entfernt, als gedacht.

Was folgte, war eine etwa einstündige Wanderung in der Mittagssonne. Klingt harmlos, wäre da nicht unser Outfit gewesen: Adiletten an den Füßen, Badesachen in einer Reisetasche. Wir waren ganz offensichtlich nicht für eine ausgedehnte Wanderung ausgerüstet… Die Kinder waren anfangs wenig begeistert. Ich vermute sogar, sie dachten, ich hätte sie reingelegt…

Doch wie so oft wandelte sich die Stimmung schnell. Als sie merkten, wie wunderschön die Natur um uns herum war, entdeckten sie neugierig Pflanzen, Felsen, Bachläufe und kleine Tiere am Wegesrand. Aus Jammern wurde Staunen, und irgendwann waren alle voll im Entdecker-Modus.

Spontane Wanderung durch ein Naturschutzgebiet

Endlich erreichten wir den Strand, aber leider nicht den Abschnitt am Canale Stagno di Sa Curcurica, den ich ursprünglich ansteuern wollte. Stattdessen waren wir etwas weiter nördlich gelandet, nahe der Oasi Biderosa. Der weiße Sandstrand und das glasklare Wasser entschädigten aber für alles!

Wir verbrachten viel Zeit im Meer, das an diesem Tag besonders schön und ruhig war. Anschließend zog ich mit den Jungs los, um den Canale Stagno di Sa Curcurita zu suchen – ein tief türkisfarbener Kanal, der sich versteckt hinter Büschen und Felsen erstreckt und ins Meer mündet.

Unser Weg dorthin war abenteuerlich: über Geröll, durch dichtes Buschwerk und über rutschige Steine. Doch plötzlich blitzte er auf – der türkisfarbene Kanal, den wir unbedingt sehen wollten. Ein wirklich beeindruckender Anblick!

Verschwitzt, aber glücklich kehrten wir zurück zum Strand, wo die Kinder noch eine Weile spielten. Gegen 16:00 Uhr packten wir dann zusammen, schließlich lag der Rückweg zum Auto vor uns. Zum Glück entdeckten wir dabei eine kleine Abkürzung, mit der wir gut 20 Minuten sparen konnten.

Zurück in der Ferienwohnung machte ich Pfannkuchen. Diese hatten sich die Kinder gewünscht. Günter kümmerte sich um die Wäsche und organisierte noch schnell den Einkauf für die kommenden Tage. Abends ging es für die Kids nochmal auf den nahegelegenen Fußballplatz, wo sie sich noch eine Stunde austobten, bevor es Zeit fürs Bett war.

Tag 5: Traumstrand Spiaggia di Bérchida & Kühe

Nach dem kleinen Wanderabenteuer am Vortag wollten wir es heute wieder etwas entspannter angehen. Ich hatte uns dafür einen echten Traumstrand ausgesucht: den Spiaggia di Bérchida – berühmt für weißen Sand, glasklares Wasser und freilaufende Kühe. Ob wir tatsächlich welche sehen würden?

Dieses Mal hatten wir Glück: Wir konnten direkt hinter dem Strand parken und entdeckten dort sogar Wohnmobilstellplätze direkt am Meer. Eine Tafel informierte über die Preise, doch da noch Off-Season war, war die Kasse nicht besetzt. Viele standen dort also komplett kostenlos über Nacht – ein echter Geheimtipp für alle mit Camper! Mehr Tipps zu Sardinien in der Vorsaison findet ihr hier.

Ein Paradies für Kinder

Der Strand selbst war einfach ein Traum. Wie an vielen Küstenabschnitten im Nordosten Sardiniens führte ein kleiner Wasserlauf quer durch den Sand ins Meer. Für Kinder ein Paradies: Über Stunden hinweg wurde hier mit Hingabe gebuddelt, gestaut und gebaut. Staudämme waren das Spiel des Tages – unsere Kids waren also gut beschäftigt. Am Bérchida Beach war vergleichsweise viel los. Da der Strand aber so groß ist, verteilten sich die Leute sehr gut.

Bérchida Beach – unser Favorit

Natürlich durfte auch heute eine Runde Fußball nicht fehlen. Der weiche Sand war wie gemacht dafür, und die Muskelkatergefahr war gering! Mittags machten wir ein ausgiebiges Picknick am Strand: belegte Semmeln, frisches Obst und Gemüse sowie ein paar Kekse. Und dann – endlich! – entdeckten wir sie: die berühmten Strandkühe. Gemütlich spazierte eine Kuh über den Sand. Bis ich mein Handy aus der Tasche geholt hatte, war sie leider schon wieder in den Dünen verschwunden. Neugierig wie wir eben sind, folgten wir ihr.

Auf den Spuren der Kuh

Unser „Kuh-Tracking“ führte uns in einen matschigen Bereich hinter dem Strand – etwas eklig, aber irgendwie auch ein kleines Abenteuer. Zum Glück war es schön warm, so dass wir uns hinterher im Meer wieder etwas abwaschen konnten.

Nachmittags machten wir uns wieder auf den Rückweg in unsere Ferienwohnung in Cala Liberotto, wo wir lange draußen in der Abendsonne saßen – perfekte Off-Season-Vibes.

Zum Abendessen gab’s eine schnelle Kleinigkeit, bevor es wieder auf den Bolzplatz in der Siedlung ging – der Tag endete, wie er begonnen hatte: entspannt und mit guter Laune.

Tag 6: Vom Winde verweht am Osalla Orosei Strand

Auch an diesem Tag wollten wir wieder einen der schönsten Strände Sardiniens entdecken – Cala Luna. Dieser liegt in einer kleinen Bucht südlich von Orosei. Man kann ihn mit dem Boot oder zu Fuß erreichen. Ebenso ist es möglich, ihn aus südlicher Richtung anzufahren. Da die Route für die Anfahrt mit dem Auto zu lang war und wir wegen des Winds keine lange Wanderung unternehmen wollten, entschieden wir uns für eine Alternative. Der Spiaggia di Osalla Orosei ist der südlichste Abschnitt der kilometerlangen Strände in Orosei.

Einfach nur schön…

Am zweiten Tag hatten wir ja bereits das nördliche Ende, den Spiaggia Marina di Orosei, besucht. Jetzt wollten wir uns das andere Ende anschauen. Wieder einmal konnten wir direkt hinter dem Strand parken – kostenlos. Über eine kleine Holzbrücke ging es über einen Kanal direkt zum Strand. Rechts vom Strand befindet sich ein kleiner Hafen, von dem aus man Bootstouren zur Cala Luna oder Cala Goloritzè unternehmen kann. Letzterer wurde dieses Jahr sogar vom Forbes Magazine zum schönsten Strand der Welt gekürt!

Alternativ kann man am Osalla Orosei Beach auch ein kleines Boot mieten und die Küste auf eigene Faust erkunden. Das ist sogar ohne Bootsführerschein möglich, da es sich um Boote mit 40 PS handelt. Besonders toll: Unterwegs gibt es versteckte Buchten und sogar Tropfsteinhöhlen.

Vormittags hielt uns der Wind noch davon ab, ins Meer zu gehen. Doch gegen Mittag ließ er tatsächlich etwas nach. Die Kinder stürzten sich voller Energie ins Meer, spielten Wasser-Volleyball, tauchten um die Wette und hatten einfach riesigen Spaß. Auch wir Großen konnten nicht widerstehen. Morgens hatten wir noch gedacht, es würde heute nichts mit dem Baden – umso schöner, dass es dann doch klappte!

Am späten Nachmittag fuhren wir zurück zur Ferienwohnung nach Sos Alinos bei Cala Liberotto. Nach einem kurzen Snack zog es uns nochmal an unseren geliebten Hausstrand – Spiaggia Cala Liberotto. Die Golden Hour tauchte alles in ein weiches, goldenes Licht. Gemeinsam erkundeten wir die Felsen am südlichen Ende der Bucht und fanden dabei sogar die kleine Nachbarbucht Spiaggia di Martzellinu – menschenleer, malerisch schön und der perfekte Ort für ein paar letzte Urlaubsfotos.

Golden Hour

Dann wurde es langsam frisch und wir kehrten in unsere Wohnung zurück. Der letzte Abend auf Sardinien brach an. Günter zog mit den Kleinen nochmal los zum Fußballplatz, während ich anfing zu packen. Die Koffer mussten vorbereitet und die ersten Taschen ins Auto gebracht werden. Auch unseren Koffer für die Fähre richtete ich schonmal her.

Tag 7: Abschied von Sardinien – ein letzter Badetag & Überfahrt mit der Moby Fantasy

Unser letzter Tag auf Sardinien war angebrochen. Nach einem schnellen Frühstück packten wir die letzten Taschen und räumten unsere Ferienwohnung auf. Um 10 Uhr war Checkout-Zeit – und dann stand noch ein kleiner Punkt auf unserer To-do-Liste: Müll entsorgen.

Auf Sardinien wird Müll streng getrennt, wobei das System ein bisschen anders ist als in Deutschland: Jeden Tag holt die Gemeinde eine andere Müllart ab – mal Restmüll, dann Biomüll, Papier, Glas oder Dosen. In den vergangenen Tagen hatten wir unseren Müll bereits gut organisiert, aber natürlich fiel auch am Abreisetag noch etwas an. Zum Glück gibt es in der Nähe Wertstoffhöfe, bei denen man alles einfach und unkompliziert abgeben kann.

Sardinien zeigte sich am letzten Tag nochmal von seiner besten Seite

Dann ging es nochmal an den Strand – ein letztes Mal. Wir entschieden uns für den Spiaggia di Sa Curcurica. Er liegt südlich des Kanals, den wir einige Tage zuvor ja schon von der anderen Seite aus bewundert hatten.

Auch an diesem Strand gab es wieder Stellplätze für Wohnmobile, wie schon an der Bérchida – noch kostenlos in der Vorsaison.

Die Sonne schien kräftig vom Himmel. Das Wetter auf Sardinien wollte scheinbar nochmal alles geben, um uns zu verabschieden. Während Günter mit den Kids am Strand spielte, machten wir Mädels uns auf den Weg, um nochmal die Sa Curcurica Lagune und den türkisblauen Kanal zu erkunden. Auch von dieser Seite war der Fluss wunderschön – aber wir waren uns einig: Die Wanderung vom dritten Tag hatte sich gelohnt, denn von der Nordseite war der Ausblick nochmal ein bisschen beeindruckender. Dieser Sardinien Reisebericht macht mir nochmal so richtig bewusst, welch wunderschöne Dinge wir sehen durften…

Nach einem kleinen Picknick am Strand traten wir langsam die Rückfahrt Richtung Olbia an. Aber anstatt uns einen neuen Strand für die letzten Stunden zu suchen, kamen wir auf eine schöne Idee: Wir kehrten zurück zu dem Ort, der uns auf Sardinien empfangen hatte – dem Spiaggia di Porto Ainu. Während der Himmel bei unserer Ankunft am ersten Tag ja wolkenverhangen war, begrüßte uns der Strand heute mit strahlendem Sonnenschein. Wir nutzten die Zeit, gingen nochmal schwimmen, bauten Sandburgen und ließen die Kleinen einfach Kind sein. Gegen 19:00 Uhr hieß es dann: Abschied nehmen. Wir packten unsere Sachen und fuhren zum Hafen, der nur noch wenige Minuten entfernt war.

Unser letzter Besuch am Strand

Und siehe da – wir hatten wieder Glück! Wie schon auf der Hinfahrt konnten wir in Olbia frühzeitig auf die Fähre. Von der Moby Fantasy aus beobachteten wir den Sonnenuntergang, bevor wir in unsere Kabine gingen. Dort nahmen wir noch ein paar Videos für unsere Partner Mobylines auf und wurden später von der Purserin über das Schiff geführt. Sie erzählte uns spannende Fakten über die beiden neuen Flaggschiffe – Moby Fantasy und Moby Legacy, und wir konnten noch ein paar schöne Erinnerungsfotos machen.

Den Abend ließen wir gemütlich im Bistro an Bord ausklingen – mit gutem Essen, einem Eis in der Hand und einer letzten Runde im Spielbereich für die Kinder. Pünktlich zum Ablegen zogen wir uns in unsere Kabine zurück, wo wir eine ruhige Überfahrt genossen – ganz ohne Seegang.

Tag 8: Ankunft in Livorno & Heimfahrt

Von unserem letzten Reisetag gibt es gar nicht mehr so viel zu berichten – außer, dass alles erstaunlich reibungslos lief! Am Morgen erreichte unsere Nachtfähre planmäßig den Hafen von Livorno, und kurz darauf machten wir uns auch schon auf den Weg Richtung Heimat.

Der Verkehr war wie schon auf der Hinfahrt richtig gut. Keine Staus, keine Zwischenfälle, alles lief wie am Schnürchen. Wir kamen so entspannt durch, dass wir sogar noch einen kleinen Zwischenstopp einlegten: 20 Kilometer vor unserem Zuhause kauften wir spontan noch ein neues Fahrrad für eines der Kinder – ein schöner Abschluss für eine rundum gelungene Reise.

Das war unser Familienurlaub auf Sardinien

Unser Sardinien-Abenteuer war genau das, was wir uns erhofft hatten – eine perfekte Mischung aus Natur, Strand und viel Zeit für die Familie. Der Wechsel aus Wanderungen, Erkundungstouren und den unberührten, oft menschenleeren Stränden der Insel hat uns alle begeistert. Besonders der Frühling auf Sardinien zeigte sich von seiner besten Seite: Perfektes Wetter für einen entspannten Aufenthalt, ohne die großen Menschenmengen der Hauptsaison.

Für uns war es der ideale Urlaub, um mit den Kindern neue Plätze zu entdecken und sich gemeinsam zu entspannen. Ich hoffe, unser Sardinien Reisebericht konnte euch ein wenig inspirieren, selbst eine Reise nach Sardinien mit Kindern zu planen.

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