Last Updated on März 5, 2026 by Ina Geißler
Zuletzt aktualisiert: 04.12.2025
Für mich als Mama waren Hostels lange Zeit absolut ausgeschlossen. Ich dachte ehrlich gesagt immer an Jugendherbergen, in denen nur große Jugendgruppen unterwegs sind, Party machen und wo das Umfeld alles andere als kindertauglich ist. Dieses Bild hat mich davon abgehalten, ein Hostel mit Kindern überhaupt in Betracht zu ziehen.
Doch irgendwann habe ich mir die Sache genauer angesehen – und wurde überrascht. Ein gutes Hostel hat mit dem alten Bild von Bettenburgen, 90er-Jahre-Möbeln und trubeligen Schlafsälen absolut nichts zu tun. Vielmehr sind moderne Hostels eine günstige und oft sehr praktische Alternative zum klassischen Hotel – gerade für Familien.

Welches Hostel mit Kindern?
Mittlerweile haben wir als Familie schon in mehreren Hostels übernachtet: in Berlin, Leipzig, Kopenhagen, Malmö und Wien.
👉 Tipp: Eine gute Übersicht über Hostels findet ihr auf booking!
Ihr seid euch unsicher, welches Hostel zu euch als Familie passt? Achtet bei der Auswahl auf diese Kriterien:
- Zentrale Lage (bei Städtereisen)
- Privatzimmer verfügbar
- privates Badezimmer
- Gemeinschaftsküche
- Spielbereich
Hier könnt ihr ein bisschen in unsere Erfahrungen in Hostels mit Kindern hineinschnuppern:
- Leipzig mit Kindern (Groners Hostel)
- Kopenhagen mit Kindern (Urban House Copenhagen by Meininger)
- Malmö mit Kindern (Hotel´n Hostel Malmö City Center)
- Wien mit Kindern (a&o Hostel Wien Hauptbahnhof)
Diese Ketten können wir empfehlen: Meininger Hostels, a&o Hostels, Groners und JUFA, doch auch kleinere Hostels, die nicht zu einer Kette gehören, können absolut toll sein!
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Was bietet ein gutes Hostel für Familien?
Die größte Überraschung für mich war: Ein Hostel bedeutet nicht automatisch Mehrbettzimmer mit Fremden. Viele Häuser bieten Privatzimmer für 4, 5 oder sogar 6 Personen an. Perfekt also für Familien – auch für große. Die Ausstattung ist je nach Hostel unterschiedlich, aber wir haben immer wieder diese Punkte schätzen gelernt:
Privatzimmer
Wenn ich ein Hostel mit Kindern buche, achte ich immer darauf, dass Privatzimmer verfügbar sind. So muss man sich den Raum nicht mit Fremden teilen und hat automatisch mehr Platz und Privatsphäre. Je nach Hostel gibt es in den privaten Zimmern oft ein Doppelbett und zwei Stockbetten oder nur Stockbetten.
Weiterer großer Vorteil: Zum Privatzimmer im Hostel gehört oft auch ein eigenes Badezimmer. Bisher hatten wir nur einmal ein Hostel, in dem wir ein Gemeinschaftbad nutzen mussten. Auch das war kein Problem. Gerade mit kleineren Kindern ist ein privates Badezimmer aber immer besser!

Gemeinschaftsküche
Im Hostel kann man in der Regel keine Verpflegung buchen. Manchmal hat man die Möglichkeit, Frühstück zu buchen, doch Mittag- und Abendessen gibt es eigentlich nie. Damit man trotzdem nicht immer teuer auswärts Essen gehen muss, gibt es in vielen Hostels eine Gemeinschaftsküche. Dort kann man…:
- eigene Speisen kochen
- Lebensmittel aufbewahren in Regalen und Kühlschränken
- an großen Tischen zusammen essen
Das ist ideal, wenn man günstig essen möchte und lohnt sich vor allem in teuren Großstädten.

Aufenthaltsbereiche
In den meisten Hostels findet ihr großzügige Aufenthaltsräume mit Sitzgelegenheiten, Gesellschaftsspielen, Billardtisch und oft sogar mit Spielecke. Perfekt, um Wartezeiten zwischen zwei Unternehmungen zu überbrücken.

Gastronomie
Viele Hostels haben eine Bar, ein Bistro oder zumindest Getränke- und Snackautomaten. Diese Angebote schätzen wir sehr, auch wenn wir bisher selten darauf zugreifen mussten.
Super zentrale Lage
Auch wenn moderne Hostels keine Jugendherbergen im klassischen Sinne mehr sind, sondern alle Altersklassen ansprechen, sind die Hauptzielgruppe natürlich Menschen, die für wenig Geld möglichst viel erleben möchten.
Deshalb befinden sie sich oft direkt in Bahnhofsnähe oder super zentral mitten in der Stadt. So hat man keine weiten Wege, meist gute Anbindung an den ÖPNV und ein spannendes Umfeld.
-> Hier findest du unsere Erfahrungen in a&o Hostels mit Kindern
Internationale Gäste
Hotels sind eigentlich immer ein internationaler Schmelztiegel. Im Hostel sind die Berührungspunkte aber irgendwie viel größer, so dass man viel leichter mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt kommt. Unsere Kinder genießen diese lockere internationale Atmosphäre immer sehr.
Frühstück
In einigen Hostels ist Frühstück zubuchbar, zum Beispiel in Hostels der Meininger Kette und bei a&o. Wenn wir die Option haben, buchen wir es eigentlich immer dazu, denn so können wir hinterher direkt gestärkt in den Tag starten. Doch auch wenn euer Wunsch-Hostel kein Frühstück anbietet, ist das kein Problem. Dank der meist zentralen Lage findet ihr in direkter Nähe sicherlich eine Bäckerei oder sogar ein Café.
Alternativ: Müsli und Milch in den Koffer packen und kostenlos in der Gemeinschaftsküche frühstücken!

Vorteile von Hostels mit Kindern
Inzwischen sind wir wirklich große Hostel-Fans geworden. Diese Punkte machen sie für uns besonders attraktiv:
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Hostel ist oft deutlich günstiger als ein Hotel, gerade in teuren Städten wie Kopenhagen oder Wien.
- Familienfreundliche Zimmer: Kein Matratzenlager, kein Teilen mit Fremden, sondern einfach gemeinsam im Privatzimmer nächtigen.
- Selbstversorgung möglich: Die Gemeinschaftsküche spart viel Geld, wenn ihr nicht jeden Tag essen gehen wollt.
- Zentrale Lage: Perfekt, wenn ihr mit Kindern nicht weit laufen wollt und den idealen Ausgangspunkt für Ausflüge sucht.
- Locker und unkompliziert: Das internationale Flair macht es spannend – für Kinder ist es aufregend, Gäste aus aller Welt zu sehen.
Nachteile, die man bedenken sollte
Natürlich ist ein Hostel nicht in allen Punkten mit einem Hotel vergleichbar. Diese Dinge solltet ihr vorher wissen:
- Hellhörigkeit: Viele Hostels sind günstig gebaut. Lärm von Fluren oder Nachbarzimmern ist also nicht auszuschließen. Wir hatten damit bisher aber keine Probleme.
- Stockbetten: Wer Stockbetten nicht mag, wird in den meisten Hostels wohl nicht glücklich werden. Aber es lohnt sich trotzdem, mal genauer hinzuschauen: In Malmö hatten wir zum Beispiel ein tolles Hostel ohne Stockbetten.
- Lage in Bahnhofsnähe: Das ist zwar praktisch, aber manchmal auch mit mehr Verkehrslärm verbunden.
- Unruhe am Abend: Je nach Hostel und Zimmerlage kann es abends lebhafter zugehen als in einem klassischen Hotel – vor allem, wenn eine Bar im Hostel ist.
- Einfachere Ausstattung: Keine Minibar, kein Zimmerservice, weniger „Luxus“.

Für wen lohnt sich ein Hostel mit Kindern?
Ein Hostel ist perfekt für Familien, die:
- zentral wohnen wollen,
- beim Übernachten sparen möchten, um mehr Budget für Aktivitäten übrig zu haben,
- mit einer praktischen und unkomplizierten Unterkunft zufrieden sind,
- und keine Probleme damit haben, wenn es mal etwas lebhafter zugeht.
Für uns ist klar: Hostels sind eine echte Alternative zum Hotel – gerade bei Städtereisen oder wenn man nur wenige Nächte bleibt. Wer einmal den Schritt wagt, wird überrascht sein, wie familienfreundlich viele Hostels inzwischen sind.
Hostel mit Kindern – ja oder nein?
Früher hätte ich nie gedacht, dass wir als Familie einmal in Hostels übernachten würden. Heute bin ich froh, dass wir es ausprobiert haben. Die Mischung aus Preisvorteil, zentraler Lage und Familienfreundlichkeit überzeugt uns immer wieder.
Natürlich gibt es Abstriche bei Komfort und Ruhe – aber wenn ihr mit diesen Punkten leben könnt, dann wagt es unbedingt. Ein Hostel mit Kindern ist eine günstige und praktische Alternative zum Hotel.

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