Last Updated on April 20, 2026 by Ina Geißler
Alleine mit vier Kindern in die Karibik – kann das gut gehen? Unser Dominikanische Republik Reisebericht mit Kindern (Osterferien)
In den Osterferien war ich alleine mit unseren vier Kindern (16, 11, 10 und 8 Jahre alt) in der Dominikanischen Republik unterwegs. Das klingt erstmal nach Abenteuer, und genau das sollte es auch werden…
Wir sind es zwar gewohnt, alleine zu reisen, allerdings sahen unsere bisherigen Reisen ganz anders aus. Bisher waren wir bei Verwandten in den USA, haben kurze Trips nach Albanien gemacht oder haben kleinere Roadtrips in Europa unternommen.
Ein All-Inclusive-Urlaub in der Karibik war für uns eine komplett neue Erfahrung. Und schon am ersten Tag wurde mir klar: Diese Reise würde uns fordern.
Tag 1: Streik, verlorener Koffer und eine Nacht, die ich nicht vergessen werde
- 1. Tag 1: Streik, verlorener Koffer und eine Nacht, die ich nicht vergessen werde
- 2. Tag 2: Ankommen & erstes Urlaubsgefühl
- 3. Tag 3: Die Koffersuche geht weiter
- 4. Tag 4: Zwischen Frust und den Momenten, die bleiben
- 5. Tag 5: Ein perfekter Vormittag – und ein Tag, der völlig kippt
- 6. Tag 6: Einfach nur Urlaub & stiller Abschied vom Koffer
- 7. Tag 7: Einfach treiben lassen – und plötzlich grüne Haare
- 8. Tag 8: Letzter Tag, kleine Highlights und ein unschöner Abschluss
- 9. Abreise: Früh los, lange unterwegs und endlich wieder daheim
Unsere Reise führte uns von München über Madrid in die Dominikanische Republik. Schon Tage vor unserem Flug hatte ich ein mulmiges Gefühl, denn in Madrid fand ein Streik des Bodenpersonals statt. Bis zuletzt wussten wir nicht sicher, ob unser Umstieg überhaupt funktionieren würde.
Zum Glück lief dann aber alles besser als gedacht. Der Flug nach Madrid war ruhig, und obwohl es am Flughafen ziemlich chaotisch zuging, haben wir unseren Anschlussflug problemlos geschafft. Die zwei Stunden Umsteigezeit in Madrid waren knapp, aber ausreichend.
Auch der Langstreckenflug verlief deutlich entspannter, als ich es erwartet hatte. Natürlich ist ein Flug mit vier Kindern nie komplett ruhig, aber es war absolut machbar.
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„Su maleta no está aqui“
Als wir schließlich in Santo Domingo landeten, wartete direkt die erste echte Herausforderung auf uns. Vier unserer fünf Koffer kamen problemlos an. Der fünfte Koffer fehlte.

Zuerst denkt man noch, er kommt gleich. Man steht am Gepäckband, beobachtet jedes einzelne Stück, das vorbeifährt, und hofft, dass es vielleicht einfach etwas länger dauert. Doch irgendwann wird klar: Das war es jetzt.
Wir haben gewartet, bis wirklich alle Koffer durch waren. Unserer blieb verschwunden. Also ging es weiter zum Lost-Baggage-Schalter, wo die Situation nicht unbedingt besser wurde. Die Wartezeit war lang, die Abläufe wirkten chaotisch, und während unsere Meldung aufgenommen wurde, hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, dass unser Problem gerade im Mittelpunkt steht. Die Dame hat parallel nämlich wegen eines anderen verlorenen Koffers telefoniert. Am Ende war der Koffer zwar gemeldet, aber ein gutes Gefühl hatte ich dabei nicht.
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Einmal quer über die Insel
Draußen wartete bereits unser Transfer. Verständlicherweise war die Stimmung angespannt, weil wir so lange gebraucht hatten. Dazu kam direkt die nächste unangenehme Situation: Trinkgeld wurde erwartet, Bargeld hatten wir aber noch keines. Ich musste erklären, dass wir noch keine Gelegenheit hatten, zum Automaten zu gehen…
Und dann begann die Fahrt. Vier Stunden durch die Nacht, bei starkem Regen und über Straßen, die sich durch die Berglandschaft schlängelten. Die Kinder waren völlig erschöpft und haben zum Glück die meiste Zeit geschlafen… Ich hingegen war einfach nur angespannt und froh, als wir irgendwann ankamen.
Endlich angekommen…
Im Hotel angekommen, hätten wir theoretisch noch etwas essen können. Doch nach der langen Anreise wollten wir einfach nur noch ins Bett. Die Erschöpfung war stärker als der Hunger.
Vorher bin ich mit meinem Jüngsten aber zumindest kurz zum Strand gegangen: Einen Blick auf das Meer werfen und einmal kurz durchatmen.
Tag 2: Ankommen & erstes Urlaubsgefühl
Am nächsten Morgen waren wir erstaunlich fit. Der viele Schlaf im Flugzeug, im Bus und die frühe Nacht hatten uns gutgetan, sodass wir direkt um sieben Uhr zum Frühstück gegangen sind.
Das war genau das, was wir gebraucht hatten: Viel Auswahl, gutes Essen, frisches Obst und das Gefühl, wirklich angekommen zu sein.
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Hallo Atlantik!
Nach einem ausgiebigen Frühstück zog es uns direkt an den Pool. Allerdings waren wir etwas zu spät dran und mussten feststellen, dass keine Liegen mehr frei waren. Das war aber nicht weiter tragisch, denn rund um den Pool standen Tische mit Stühlen. So eine Sitzgruppe haben wir uns direkt gesichert. Nicht so komfortabel wie eine Sonnenliege, aber doch ganz okay.
Für die Kinder spielte es ohnehin keine große Rolle, wo wir unser Lager aufschlagen, denn sie hatten etwas entdeckt, das für sie viel spannender war: All-Inclusive.

All Inclusive mit Kindern
Plötzlich konnten sie sich ihre Getränke einfach selbst holen, wann immer sie wollten. Und genau das wurde natürlich ausgiebig genutzt. Von Cola über Sprite bis hin zu alkoholfreien Cocktails wurde alles einmal durchprobiert. Ja, im Urlaub darf man das!
Unseren letzten All Inclusive Urlaub haben wir 2019 gemacht. Seitdem planen wir eigentlich nur noch Individualreisen. Darum war ich lange unsicher, ob diese Reiseform noch zu uns passt. Dir geht’s ähnlich? Dann findest du hier eine Entscheidungshilfe zu All Inclusive mit Kindern.
Wir waren viel im Wasser, haben uns auch kurz am Meer aufgehalten und uns beim Mittagessen durch das Angebot probiert.
Shoppen in Cabarete
Nachmittags sind wir dann über den Strand nach Cabarete gelaufen, denn wir waren auf einer Mission: Der kofferlose Zehnjährige brauchte dringend ein paar Klamotten, denn der Notvorrat aus dem Handgepäck war nicht so groß. Leider mussten wir schnell feststellen, dass es im Ort nur typische Touristenläden mit Häkelkleidern, Strandspielzeug und Souvenirs gibt. Nur ein T-Shirt konnten wir für ihn finden. Socken und Unterhosen? Fehlanzeige…

Tag 3: Die Koffersuche geht weiter
Eigentlich hätte unser fehlender Koffer spätestens an diesem Tag ankommen sollen. Tat er aber nicht.
Wir warteten auf den angekündigten Anruf, doch es passierte nichts. Also habe ich begonnen, selbst nachzuforschen. Ich habe die Unterlagen vom Flughafen hervorgeholt und versucht, den Koffer irgendwie zu tracken, doch es wollte nicht klappen. Der Frust beim Zehnjährigen wurde immer größer. Verständlich, denn erst ein paar Tage vor unserer Reise hat er sich mit neuen Shorts und T-Shirts eingedeckt, von denen er nun nichts hatte…
Währenddessen lief unser Urlaub weiter. Baden, Strandspaziergänge, Schlemmerei und entspannte Kinder, die einfach nur toll miteinander spielen. Ein Traum! Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass die Reise in die Dominikanische Republik wirklich die richtige Entscheidung war.
Tag 4: Zwischen Frust und den Momenten, die bleiben
Der Koffer blieb verschwunden, und meine Versuche, etwas herauszufinden, liefen weiterhin ins Leere. Online-Formulare luden endlos oder funktionierten gar nicht, Telefonnummern führten zu nichts. Es war einer dieser Momente, in denen man merkt, wie wenig Einfluss man eigentlich hat.
Kann man in Cabarete im Meer baden?
Trotzdem sind wir ganz normal in den Tag gestartet, haben gefrühstückt und sind anschließend am Strand spazieren gegangen, diesmal in die andere Richtung. Dort haben wir einen Strandabschnitt entdeckt, an dem das Meer deutlich ruhiger war. Endlich konnten die Kinder entspannt ins Wasser.
Nach dem Mittagessen haben wir uns spontan für einen kleinen Ausflug entschieden und sind auf eigene Faust Richtung Laguna de Cabarete aufgebrochen.

Laguna de Cabarete & Cuevas de Cabarete auf eigene Faust?
Der Weg dorthin war fast spannender als das Ziel selbst. Wir liefen durch Straßen, die mehr aus Schlaglöchern als aus Asphalt bestanden. Mopeds mit mehreren Personen, Kinder, die mitfuhren, Männer, die auf Ladeflächen von Pick-ups lagen – und wir mittendrin. Da fällt man als Frau alleine mit vier blonden Kindern fällt man auf.
Ein Moment ist mir besonders im Kopf geblieben. Ein Mann schraubte an einem alten, völlig verrosteten Moped, daneben saß eine ältere Frau mit einem Baby. Ich habe ihn auf Spanisch gefragt, ob er das gerade aus der Lagune gezogen hat. Zum Glück haben er und die alte Dame meinen Humor verstanden, denn beide haben herzlich gelacht.

Die Lagune selbst konnten wir am Ende nur von außen sehen. Ohne Guide ging nichts, obwohl für die Lagune Angaben zufolge nur der Eintritt in den Nationalpark anfallen sollte. Stattdessen wurden uns Bootstouren und Kombiangebote mit den Cuevas de Cabarete angeboten.
Weil eines unserer Kinder auf Booten mit Übelkeit zu kämpfen hat und mir die umgerechnet 30 Euro pro Person (in unserem Fall also 150 Euro, weil es keine Kinderpreise gibt) für eine halbe Stunde echt zu teuer waren, haben wir abgelehnt. Denn wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel, und dieser war ein echtes Erlebnis.
Á la carte statt Bufett
Am Abend haben wir dann das mexikanische À-la-carte-Restaurant im Hotel . Für uns war das eine neue Erfahrung, die uns aber wirklich gut gefallen hat.
-> Hier findest du mehr Details zu unserem All Inclusive Hotel in der Dominikanischen Republik: Viva Tangerine by Wyndham Cabarete Erfahrungen
Tag 5: Ein perfekter Vormittag – und ein Tag, der völlig kippt
Dieser Tag begann genau so, wie man sich einen Urlaub vorstellt. Die Sonne schien, das Meer war ruhig, und wir haben direkt nach dem Frühstück Liegen am Strand bekommen.
Ich saß mit meinem Kaffee in der Sonne, die Kinder haben ihre alkoholfreien Cocktails genossen und alles war einfach leicht. Doch im Hintergrund lief dieses blöde Koffer-Thema weiter. Wir hatten immer noch nicht ausreichend neue Kleidung für den Zehnjährigen und nach wie vor keinerlei Auskunft darüber, wann oder OB unser Koffer kommt.
Das Koffer-Drama geht weiter…
Ich habe erneut versucht, etwas zu erreichen. Diesmal auch direkt über Iberia, da die Telefonnummern, die ich am Flughafen bekommen hatte alle nicht funktionierten: „The number you have dialed seems to be incomplete or incorrect.“ Zunächst bekam ich nur die üblichen Standardantworten und wurde wieder auf ein Online-Formular verwiesen, das seit Tagen nicht funktionierte.
Erst als ich deutlich gemacht habe, wie frustrierend die Situation ist, kam endlich etwas Bewegung in die Sache. Mein Fall wurde schließlich manuell eröffnet, ich konnte alle Daten und Fotos vom Koffer übermitteln. Dabei stellte sich heraus, dass die Dame am Flughafen zwar einen Fall eröffnet, aber weder meine Handynummer noch den Namen unseres Hotels hinterlegt hatte. So konnte der Koffer ja gar nicht nachgeliefert werden!
Natürlich hatten wir zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung, dass der Koffer bereits in Santo Domingo auf seine Zustellung wartete und nun endlich ins Hotel gebracht werden könnte…
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Mit dem Taxi nach Sosúa
Am Nachmittag wollten wir einen kleinen Ausflug machen und sind mit dem Taxi nach Sosúa gefahren. Dort wollten wir uns den Playa de Sosúa ansehen. ChatGPT hatte mir außerdem den Playa Alicia empfohlen. Dieser sollte ruhiger und besser zum Baden geeignet sein als der bekannte Stadtstrand… Die Realität war eine andere.

Der Strand war voll, laut, alles andere als entspannt und definitiv nichts zum Baden! Also haben wir uns entschieden weiterzugehen, in der Hoffnung, einen besseren Zugang zu finden. Unterwegs sind wir im Hard Rock Café Sosúa gelandet, haben dort spontan Shirts gekauft und sind dann weitergezogen.
Auf der Suche nach einem anderen Strandzugang standen wir irgendwann in einem alten, beeindruckenden Hotel auf einer Klippe. Die Architektur war besonders, irgendwo zwischen Charme und Verfall. Einen Zugang zum Meer gab es dort aber auch nicht. Also blieb uns nichts anderes übrig, als wieder umzudrehen.
Wir kehrten dann noch in einem Café ein und organisierten uns ein Taxi zurück zum Hotel. Zurück im Viva Tangerine Cabarete freuten wir uns auf einen wohlverdienten entspannten Abend.
Doch genau das Gegenteil war der Fall.
Tierbegegnungen (der anderen Art) in der Dominikanischen Republik
Mein kofferloser Zehnjähriger kam plötzlich schreiend aus dem Badezimmer. Anfangs wusste ich gar nicht, was los war. Doch dann entdeckte ich es: Er hatte einen Stachel im Nacken stecken. Ich habe ihn schnell entfernt. Dann sind wir direkt los an die Bar, um Eis zum Kühlen zu besorgen. Die Rezeption schickte gleich jemanden, der sich auf die Suche nach dem Übeltäter machen sollte. Es war eine Biene, die sich wohl durch die Lüftung in unser Badezimmer verirrt hatte. Uns wurde direkt ein Arztbesuch angeboten. Zum Glück war das aber nicht nötig.
Während dieser ganzen Aktion stand unsere Zimmertür offen. Das hatte wohl eine der Hotelkatzen bemerkt, denn plötzlich hatten wir einen Gast im Zimmer.
Die Katze war zutraulich und ließ sich streicheln, wollte aber partout nicht wieder hinaus. Sämtliche Versuche, sie aus dem Zimmer zu scheuchen oder sie rauszutragen, scheiterten. Erst als zwei der Kinder frischen Schinken aus dem Restaurant geholt hatten und damit eine Spur gelegt hatten, konnten wir den ungebetenen Gast loswerden.
Was für ein Tag…
Tag 6: Einfach nur Urlaub & stiller Abschied vom Koffer
Nach dem holprigen Abend war dieser Tag eine echte Erholung. Wir sind wieder früh aufgestanden, haben lecker gefrühstückt und sind anschließend direkt an den Strand gegangen. Inzwischen hatte sich eine Routine eingestellt, die sich ganz natürlich angefühlt hat. Wir hatten keinen Plan und keinen Druck, konnten also einfach in den Tag hineinleben.
Wiee an den Tagen zuvor sind wir am Strand spazieren gegangen, diesmal aber mit einer ganz besonderen Stimmung. Es war Ostersonntag.
Osterbrunch am Strand
Unten am Strand wurde nach und nach ein großes Osterbrunch-Buffet aufgebaut. Überall wurde dekoriert, es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre, irgendwo zwischen entspanntem Beach-Tag und festlicher Stimmung. Es war ungewohnt, Ostern so zu erleben – barfuß im Sand, mit Meeresrauschen im Hintergrund.

Mittags konnten wir direkt am Strand essen. Es gab frisches Seafood, Burger zum Selbermachen und viele andere Kleinigkeiten, die einfach perfekt zu diesem Setting gepasst haben. Die Kinder waren begeistert, und ich fand es einfach total spannend, dieses klassische Familienfest einmal komplett anders zu erleben.
Der Nachmittag verlief dann wieder ganz entspannt. Durch die Ebbe war das Meer deutlich zugänglicher, die Wellen ruhiger, und die Kinder konnten viel besser ins Wasser. Inzwischen hatten sie auch ihre Urlaubsfreunde gefunden und waren mit ihnen unterwegs, mit Bodyboards im Meer, völlig vertieft in ihr eigenes kleines Urlaubsleben. Auch die Große und ich hatten inzwischen dieses typische All-Inclusive-Gefühl, bei dem man irgendwann komplett das Zeitgefühl verliert.
Kein Koffer in Sicht
Das einzige, war auch diesen Tag wieder ein wenig überschattet hat, war die Sache mit dem Koffer. Wieder habe ich versucht, etwas herauszufinden, habe erneut den Kontakt zum Support gesucht und gehofft, endlich eine konkrete Information zu bekommen. Doch es blieb dabei: kein Update, kein Tracking möglich und kein Hinweis darauf, wo sich unser Koffer überhaupt befindet.
An diesem Punkt wurde mir langsam klar, dass wir uns vermutlich damit abfinden müssen, dass der Koffer wirklich verschwunden ist.
Silent Party
Wir sind eigentlich keine großen Fans von Animation im Urlaub. Doch an diesem Abend stand etwas Besonderes auf dem Plan: eine Silent Party.
Wir konnten uns Kopfhörer holen und zwischen verschiedenen Musikkanälen wählen. Überall standen Menschen, die tanzten. Jeder für sich und trotzdem alle zusammen. An diesem Abend länger wach geblieben als sonst, haben getanzt, gelacht und diesen Moment einfach genossen. Die Silent Disco war für die Kinder ein wirklich cooles Erlebnis.
Tag 7: Einfach treiben lassen – und plötzlich grüne Haare
Der nächste Tag war wieder einer von denen, an denen man gar nicht mehr viel plant, sondern einfach macht, worauf man gerade Lust hat.
Wir haben den Großteil des Tages im Wasser verbracht. Mal im Pool, mal im Meer, irgendwo kurz hingesetzt und etwas getrunken. Es war genau dieses unkomplizierte Hin und Her, das sich irgendwann ganz selbstverständlich ergibt.

Ein kleines Highlight, mit dem wir so nicht gerechnet hatten, gab es dann aber doch. Unsere Elfjährige hatte plötzlich einen leichten Grünstich in den Haaren. Eine kurze Recherche ergab, dass das wohl passieren kann, wenn im Poolwasser Metallrückstände aus den Leitungen sind, die mit dem Chlor reagieren und helle Textilien sowie Haare verfärben. Das ist in der Dominikanischen Republik, aber auch in einigen anderen Reiseländern ein bekanntes Problem. Zum Glück hat die Sonne den Grünstich schnell wieder ausgebleicht.
Irgendwann haben wir uns noch einen Schwimmreifen gekauft, der natürlich direkt ausgiebig getestet wurde. Die Kinder waren ohnehin viel im Wasser, haben sich gegenseitig beschäftigt und waren eigentlich den ganzen Tag beschäftigt, ohne dass ich groß etwas organisieren musste.
Kein Koffer, keine Sorgen
Das Thema Koffer war zwar noch da, aber es hatte längst nicht mehr diese Präsenz wie in den Tagen davor. Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man merkt, dass es sich nicht lohnt, sich den Urlaub davon komplett bestimmen zu lassen.
Tag 8: Letzter Tag, kleine Highlights und ein unschöner Abschluss
Unser letzter voller Tag in der Dominikanischen Republik hatte nochmal einen ganz eigenen Rhythmus. Wir haben uns bewusst Zeit gelassen, sind entspannt in den Tag gestartet und haben das All-Inclusive-Angebot nochmal richtig ausgenutzt. Beim Frühstück haben wir uns Zeit genommen, zwischendurch immer wieder etwas geholt und einfach das gemacht, worauf wir gerade Lust hatten.

Haare flechten lassen am Strand
Mittags lief es ein bisschen anders als sonst, weil sich meine Elfjährige an diesem Tag die Haare flechten lassen wollte. Das hatte sie sich schon länger gewünscht, und am Strand gab es die Möglichkeit dazu, sogar bunte Extensions mit einzuflechten.
Die Prozedur hat ungefähr zwei Stunden gedauert. Die Maus saß die ganze Zeit geduldig da, während ihr die Haare mit pinken Extensions geflochten wurden. Für sie war das ein echtes Highlight, und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Die 60 Euro waren in dem Moment absolut gut investiert.
Dadurch waren wir zeitlich etwas gebunden, aber das hat uns nicht gestört. Statt klassisch ins Restaurant zu gehen, haben wir uns zwischendurch an der Snackbar etwas geholt und den Tag einfach weiterlaufen lassen. Am Nachmittag haben wir noch ein bisschen bei der Animation am Pool zugeschaut und uns einfach berieseln lassen.
Vom Zimmermädchen beklaut?
Abends sind wir relativ spät essen gegangen, haben uns nochmal durch das Buffet probiert und sind danach zurück aufs Zimmer. Die Kinder wollten noch etwas spielen, und ich habe parallel angefangen, die Koffer zu packen.
Dabei ist mir dann endgültig aufgefallen, dass ein paar Dinge fehlten. Ein iPhone-Ladekabel, ein BH (!) und eine Hard Rock Cap, die wir erst wenige Tage zuvor gekauft hatten. Ich wusste ziemlich genau, wo ich die Sachen hingelegt hatte, und hatte schon an den Tagen davor gemerkt, dass sie nicht auffindbar sind. Irgendwie hatte ich aber dennoch die Hoffnung, dass die Sachen wieder auftauchen würden… Beim Packen habe ich dann wirklich alles durchsucht. Sie waren nicht mehr da.
Es waren keine besonders wertvollen Dinge, trotzdem ist sowas natürlich ärgerlich. Vor allem, weil es Sachen waren, die man nicht in den Safe legt. Dieser Diebstahl hätte sich also gar nicht vermeiden lassen… Beschwert habe ich mich am Ende nicht, aber ein gutes Gefühl bleibt dabei natürlich nicht.
Schlaflos in Cabarete
Als wir später im Bett lagen, merkte ich wieder dieses typische Gefühl vor der Heimreise. Der Kopf ist voll, man geht alles nochmal durch, denkt an den nächsten Tag, an den Ablauf, an das Packen und an den Rückflug. Wird alles klappen? Wie wird die lange Autofahrt zum Flughafen? Geht beim Heimflug wieder ein Koffer verloren? Abschalten fällt mir in solchen Momenten immer schwer.
Als ich irgendwann spät nachts endlich kurz vorm Einschlafen war, hat mich eine Rangelei vor unserem Zimmer wieder aufschrecken lassen. Ich hatte die Balkontür offengelassen.
Draußen haben zwei Männer lautstark gestritten, ein dritter hat versucht, den Streit zu schlichten. Es war ein ständiges Hin und Her – erst laut, dann wieder ruhiger, bis die Diskussion wieder von vorne losging. Wirklich gefährlich wirkte es nicht, aber laut genug, um einen wachzuhalten. Zumindest eine Weile, denn irgendwann bin ich offensichtlich doch eingeschlafen.
Abreise: Früh los, lange unterwegs und endlich wieder daheim
Unser Rückflug war erst für den späten Nachmittag geplant, gegen 17 Uhr, trotzdem ging es für uns schon morgens los. Durch die lange Strecke zum Flughafen in Santo Domingo und die Empfehlung, bei internationalen Flügen mindestens drei Stunden vorher da zu sein, wurden wir bereits um neun Uhr morgens im Hotel abgeholt. Viel Spielraum blieb also nicht.
Wir sind noch schnell frühstücken gegangen, allerdings deutlich zurückhaltender als sonst. Mir war wichtig, dass den Kindern während der Fahrt nicht schlecht wird, denn vier Stunden im Bus können sich dann doch ziehen…
Danach haben wir die letzten Sachen zusammengepackt und haben dann ausgecheckt. Unser Fahrer war pünktlich, so dass wir schon kurz vor neun im Bus saßen.
Zum Glück war die Rückfahrt deutlich angenehmer als die Hinfahrt! Alleine die Tatsache, dass es hell war und kein Regen fiel, war ein echter Segen! Außerdem hat der Fahrer eine andere Strecke gewählt, die weniger bergig war. Ganz ruhig war die Fahrt aber trotzdem nicht, denn die Straßen waren stellenweise voller Schlaglöcher. Die Federung im Bus hat das nicht unbedingt ausgeglichen, so dass wir ziemlich durchgeschüttelt wurden.
Auf halber Strecke haben wir an einer Tankstelle angehalten, konnten kurz auf die Toilette gehen und uns etwas zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen holen. Danach wurde es im Bus deutlich ruhiger. Irgendwann sind wir alle eingeschlafen, und so verging der Rest der Fahrt erstaunlich schnell.
Da wir sehr früh am Flughafen Santo Domingo angekommen sind, haben wir uns erstmal Zeit gelassen, sind zu Starbucks gegangen und haben noch ein bisschen Zeit verbummelt.
Das Gepäck aufzugeben ging unkompliziert, danach sind wir durch die Sicherheitskontrolle und relativ zügig zum Gate. Der Flug selbst startete pünktlich und verlief wieder angenehm ruhig.
In Madrid wurde es dann nochmal kurz spannend. Wir hatten nur etwa 1,5 Stunden zum Umsteigen, inklusive Einreise in den Schengen-Raum. Ich hatte schon im Vorfeld das Gefühl, dass das knapp werden könnte, und genau so war es dann auch. Wir haben uns durch die Kontrolle gearbeitet und es am Ende gerade noch rechtzeitig geschafft.
Am Gate kam dann allerdings die nächste Überraschung. Unser Weiterflug nach München hatte 1,5 Stunden Verspätung. Irgendwann wurde er nochmal um eine Stunde weiter nach hinten verlegt. Wir saßen also am Gate und haben die Zeit totgeschlagen. Als die für uns bestimmte Maschine dann irgendwann vom Gate weggebracht wurde, hatte ich echt Sorge, dass auch die angekündigten 2,5 Stunden Verspätung nicht ausreichen würden.
Eine ganze Weile passierte nichts. Erst kurz vor der geplanten Abflugzeit kam eine andere Maschine an, unser Gepäck wurde erneut verladen, und schließlich durften wir einsteigen. Gegen 11:45 Uhr sind wir dann tatsächlich gestartet. Mit etwas Verspätung, aber immerhin auf dem Weg nach Hause.
Dort wartete schon der Papa am Flughafen auf uns, hat uns eingesammelt und nach Hause gefahren. Gegen 16 Uhr waren wir wieder in unseren eigenen vier Wänden. Nach all den Tagen, Erlebnissen, kleinen Pannen und großen Momenten fühlte sich das gleichzeitig vertraut und irgendwie unwirklich an.

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