Zuletzt aktualisiert: 04.12.2025
Die Copenhagen Card ist die wohl bekannteste Sightseeing-Karte Dänemarks – und gleichzeitig eine der lohnendsten für Familien. Wir haben sie bei unserem letzten Städtetrip nach Kopenhagen mit Kindern getestet und verraten euch, wann sich die Karte lohnt, welche Variante besser ist und wie viel ihr damit tatsächlich spart.

Welche Varianten der Copenhagen Card gibt es?
Aktuell gibt es für die beliebte Kopenhagen City Card zwei unterschiedliche Varianten, die beide ihre Vorteile haben:
Copenhagen Card – Discover
Freier Eintritt zu über 80 Attraktionen und unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in der gesamten Hauptstadtregion (Zonen 1–99), inkl. Flughafentransfer.
Copenhagen Card – Hop
Rund 40 Attraktionen in der Innenstadt inklusive. Zusätzlich unbegrenzte Nutzung der Hop-on-Hop-off-Busse – ideal, wenn ihr die Stadt gemütlich im Bus erkunden möchtet.
So kann man die Copenhagen Card sinnvoll buchen
💡 Tipp: Coolerweise ist die Copenhagen Card für Kinder kostenlos (bis 11 Jahre), wenn ein Erwachsener eine Copenhagen Card bucht. Pro Erwachsenen sind bis zu zwei Kinder inklusive. Das macht die Karte besonders familienfreundlich!
💡 Praxis-Tipp: Bei unserer Städtereise nach Kopenhagen war ich alleine mit den vier Kindern unterwegs. Für die Große hätte ich eine Junior Card buchen müssen, die etwas günstiger als eine Erwachsenen-Karte ist. Außerdem hätte ich dann für eines der drei kleineren Kinder auch eine Extra-Karte kaufen müssen. Stattdessen habe ich mich dazu entschieden, auch für die Große eine Copenhagen Card für Erwachsene zu buchen. So konnte ich zwei der kleinen Geschwister bei mir drauf buchen, und eines bei meiner Großen. Unterm Strich war das die für uns günstigste Variante.
In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über unsere wirklich tolle Städtereise nach Kopenhagen:
Wie funktioniert die Copenhagen Card?
Die Karte gibt es mit mehreren Laufzeiten – 24, 48, 72, 96 oder 120 Stunden.
Der große Vorteil: Sie läuft nicht tagesbasiert, sondern ab Aktivierung 24 Stunden am Stück.
Das bedeutet: Wenn ihr sie erst am Nachmittag aktiviert, gilt sie bis zum nächsten Nachmittag – perfekt, wenn ihr mittags anreist und sie noch am Folgetag nutzen möchtet.
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Ihr könnt die Card ganz einfach digital über die App vorzeigen – es ist kein physischer Ausdruck nötig.
💡 Achtung: Ihr könnt die Copenhagen Card schon vor eurer Anreise kaufen. Achtet aber darauf, dass ihr sie erst vor Ort aktiviert – zum Beispiel, wenn ihr erstmals in die U-Bahn steigt. Sobald ihr sie aktiviert habt, tickt die Uhr. Ihr habt die Copenhagen Card zu früh aktiviert? Über die App könnt ihr den Support bitten, eine Korrektur vorzunehmen.
Welche Attraktionen sind bei der Copenhagen Card inklusive?
Mit der Copenhagen Card Discover könnt ihr über 80 Attraktionen und Sehenswürdigkeiten kostenlos besuchen.

Besonders spannend für Familien mit Kindern:
- Experimentarium Copenhagen – interaktives Wissenschaftsmuseum in Hellerup
- Hans Christian Andersen Experience
- Frederiksborg Schloss, Rosenborg Schloss und Christiansborg Schloss
- Bootstour durch die Kanäle von Kopenhagen
- Ripley’s Believe It or Not!
- Guinness World Records Museum
- Den Blå Planet, auch bekannt als National Aquarium Denmark,
- Tivoli Gardens (Eintritt inklusive, Fahrgeschäfte kosten extra)

Auch Ausflüge etwas außerhalb – zum Beispiel in Roskilde oder Helsingør – sind mit der Discover Card abgedeckt, da der ÖPNV bis in diese Zonen reicht.
Bei der Copenhagen Hop Card sind nicht so viele Attraktionen und Sehenswürdigkeiten inklusive, dafür könnt ihr jederzeit mit dem Hop On Hop Off Bus die Stadt erkunden.
💡 Tipp für euer Hotel in Kopenhagen: Kombiniert mit einer zentralen Unterkunft in Kopenhagen, die eine gute ÖPNV-Anbindung bietet, seid ihr schnell und unkompliziert überall. Auf diese Weise verliert ihr keine wertvolle Zeit und lange Anfahrtswege.
Unsere Erfahrung mit der Copenhagen Card
Wir haben uns für die Copenhagen Discover Card entschieden. Und zwar vor allem, weil der öffentliche Nahverkehr inklusive ist.
So mussten wir keine Tickets kaufen und konnten spontan überall hinfahren, wo wir wollten.
Wir haben die Karte über 48 Stunden genutzt. Aktiviert haben wir sie am ersten Tag mittags, so dass wir sie bis zum übernächsten Tag mittags nutzen konnten. Besucht haben wir unter anderem das beliebteste Kindermuseum in Kopenhagen – das Experimentarium, Ripley´s, Guinness World Records, Hans Christian Anderson Experience, Amalienborg und Christiansborg.
Zu den Attraktionen und auch zwischendurch sind wir viel mit der U-Bahn und dem Bus gefahren, so dass sich die Wahl der Discover Card wirklich ausgezahlt hat.

Obwohl wir keine „Power-Touristen“ sind, haben wir deutlich gespart – auch, weil die Kinder kostenlos mit in die meisten Attraktionen durften.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Karte motiviert, mehr zu entdecken. Wir sind in Museen gegangen, die wir sonst wohl ausgelassen hätten, zum Beispiel die Hans Christian Andersen Experience.
Nachteile der Copenhagen Card & worauf ihr achten solltet
Die Copenhagen Card ist eine super Möglichkeit, die dänische Hauptstadt zu erkunden. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die man auf dem Schirm haben sollte.
- Einige Attraktionen erfordern vorherige Reservierung, zum Beispiel Bootsfahrten. Informationen dazu findet ihr in der Copenhagen Card App!
- Ihr solltet vorab genau planen, was ihr unternehmen möchtet, um die teure Karte optimal ausnutzen zu können.
- Für reine „Bus-Touristen“ ohne ÖPNV-Nutzung kann die Hop-Variante sinnvoller sein.
- Tivoli Gardens, der Freizeitpark mitten in Kopenhagen, ist in der Copenhagen Card inklusive. Bedenkt dabei, dass es sich nur um den Eintritt handelt. Für die Fahrgeschäfte muss man bei Tivoli extra zahlen.
- Prüft vorab, ob eure Wunschziele zu eurem Reisezeitraum geöffnet haben. Wenn eine Attraktion, die ziemlich teuer ist, wegfällt, kann es sein, dass sich die Copenhagen Card nicht lohnt.
- Reisezeitraum: Je nach Saison und Wochentag können manche inkludierten Attraktionen geschlossen haben – zum Beispiel Tivoli nach Neujahr oder einige Museen an Montagen.
Lohnt sich die Copenhagen Card?
Ja – absolut!
Vor allem für Familien mit Kindern ist die Copenhagen Card ein echter Gewinn. Die Kombination aus kostenloser Nutzung des Nahverkehrs, freiem Eintritt zu unzähligen Sehenswürdigkeiten und der Kinderregelung (bis zwei Kinder gratis pro Erwachsenem) macht sie zu einer praktischen Investition.
Wer viele Attraktionen besuchen möchte oder ohnehin den ÖPNV nutzt, spart mit der Karte schnell 50 € oder mehr pro Person.
Besonders die Discover Card überzeugt durch ihre Flexibilität und das einfache Handling über die App.
👉 Unser Fazit: Die Copenhagen Card lohnt sich für Familien, die in kurzer Zeit viel erleben möchten – und sie ist mit Kindern fast unschlagbar!

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